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Türkische Boxer und Cheftrainer an Corona erkrankt - IOC in der Kritik

26.3.2020 10:07 Uhr

Nach der Coronavirus-Infektion von zwei türkischen Boxern und deren Cheftrainer beim Qualifikationsturnier in London ist das Internationale Olympische Komitee in die Kritik geraten.

"Während die Welt extreme Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus ergriffen hat, bin ich verblüfft, dass eine IOC-Taskforce und die britische Regierung das Turnier zugelassen haben, obwohl viele von uns Bedenken hatten", wurde Verbandspräsident Eyup Gozgec in der englischen Zeitung "Guardian" zitiert. "Es war unverantwortlich. Und das Ergebnis ist, dass nun drei Teammitglieder positiv getestet worden sind. Alle sind in Behandlung und zum Glück in gutem Zustand."

Der türkische Boxverband bestätigte auf seiner Homepage bereits die Erkrankung von Boxer Serhat Güler und Trainer Seyfullah Dumlupınar. Das Turnier war Mitte März mit 350 Sportlern aus 40 Ländern gestartet worden, wurde nach drei Tagen aber abgebrochen. Gozgec monierte, dass die Gesundheit der Athleten nicht beachtet worden war und verlangte eine Erstattung der Kosten.

(gi/dpa)

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