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Türkische Berufsschulen stellen Schutzmasken her

18.3.2020 13:54 Uhr, von Chris Ehrhardt

Non scholae, sed vitae discimus - Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir. So lautet eine lateinische Weisheit, die sich die Türkei zu Herzen genommen hat. Im Angesicht der weltweiten Krise wegen des Coronavirus stellen derzeit 30 Berufsschulen in 14 Provinzen der Türkei Schmutzmasken her. Die Schülerinnen und Schüler haben sich in Abstimmung mit dem türkischen Bildungsministerium der Bekämpfung der Pandemie verschrieben und wollen ihren Teil dazu beitragen.

"Das Bildungsministerium hat insgesamt 30 Berufsschulen in 14 Provinzen ausgewählt, darunter Istanbul, die Hauptstadt Ankara und İzmir, um Schutzmasken zur Bekämpfung des Coronavirus herzustellen", sagte der stellvertretende Bildungsminister Mahmut Özer. Weiterhin wurde berichtet, dass die Berufsschulen in Istanbul, der nordwestlichen Provinz Bursa und der südlichen Provinz Hatay Masken herstellen werden, die dem Standard von N95-Modellen entsprechen. Das Ministerium seinerseits würde zu dem Zwecke Gelder zur Verfügung stellen.

Schülerinnen und Schüler stellen auch Desinfektionsmittel her

Wie Mahmut Özer mitteilte, soll die Herstellung dieser Maskentypen bereits im April anlaufen. Die Berufsschulen werden darüber hinaus auch Operationsmasken herstellen. Özer betonte nochmals ausdrücklich, welchen Einsatz die Schulen zeigen und dass bereits 44 Berufsschulen im ganzen Land zur Herstellung von Desinfektionsmitteln aktiv beigetragen haben. "Wir planen, die Anzahl der Schulen, die Desinfektionsmittel herstellen, im April auf 100 zu erhöhen", so Özer.

Die von diesen Schulen hergestellten Desinfektionsmittel werden sowohl zur Desinfektion ihrer eigenen Einrichtungen, aber auch zur Deckung des Bedarfs in den Städten verwendet, in denen sie sich befinden. In der Not rückt man zusammen und zeigt Solidarität, die einen wichtigen Beitrag für Allgemeinheit bereitstellt.

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