Symbolbild: imago images/PanoramiC

Türkische Bergleute in Zongdulak trotzen der Corona-Krise

19.4.2020 12:37 Uhr, von Andreas Neubrand

Auch in der türkischen Provinz Zongdulak an der Schwarzmeerküste ist das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen gekommen. Damit versucht man die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Unter den Menschen, die sich in freiwillige Quarantäne begeben, sind auch viele Bergleute. Normalerweise wird in der Region Kohle abgebaut. Doch in Zeiten der Krise bleiben die Bergleute zu Hause.

Bergleute gehören zur Risikogruppe

Mit einer der Gründe ist, dass gerade Bergleute zu den Risikogruppen gehören, da viele von ihnen bereits unter Atemwegserkrankungen leiden.

"Ich arbeite seit rund 14 Jahren als Bergmann. Doch dieses neuartige Coronavirus macht mir Angst. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir bald unsere jährlichen Untersuchungen antreten können", sagt der Bergarbeiter Aydin Celik, gegenüber der Hürriyet.

"Auch diese Tage werden vergehen"

Der 38-jährige Celik betont, dass die meisten Menschen in der Region sich des Ernstes der Lage bewusst sind. Besonders Familien der Bergleute sind sich der Schwere der Krise bewusst. Deswegen sind auf den Straßen kaum mehr Menschen.

"Die Kollegen, die noch arbeiten müssen, gehen dabei umsichtig vor. Der Kohleabbau hat in der Region eine lange Tradition und wir sind es gewohnt, Risiken vernünftig einzuschätzen. Deswegen nehmen wir das Coronavirus auch besonders ernst. Wir halten uns an die offiziellen Anweisungen und versuchen, das Haus nicht zu verlassen", so Celik. Dabei blickt er optimistisch in die Zukunft: "Auch diese Tage werden vergehen."

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