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Türkische Behörden sprengen "größten Menschenschmugglerring Europas"

29.5.2019 21:45 Uhr

Wie die türkische Demirören Haber Ajansi berichtet, haben türkische Sicherheitskräfte den Chef des angeblich größten Menschenschmuggler-Rings Europas geschnappt. Es handle sich um einen Iraker. Mit ihm seien bei Razzien in den Provinzen Istanbul, Mugla, Balikesir und Canakkale insgesamt 25 Verdächtige gefasst worden. Die Istanbuler Polizei, der Geheimdienst und auch die Küstenwache habe bei der großangelegten Operation kooperiert. Welche Rolle und Bedeutung der Iraker spiele, ließ sich nicht unmittelbar verifizieren.

Die Schmuggler sollen Migranten von Griechenland nach Italien, aber auch in andere europäische Länder gebracht haben. Für jede Tour sollen sie dem Bericht zufolge mindestens 5000 Euro verlangt haben. Unter den Männern, die gefasst wurden, seien insgesamt sechs Ausländer gewesen. Bei den Razzien seien Dokumente, Drogen und "viele Euro und Dollar" gefunden worden. Die Küstenwache habe außerdem Boote mit Menschen auf dem Weg außer Landes angehalten.

Mehr als 3,5 Millionen syrische Flüchtlinge

Die Türkei beherbergt mehr als 3,5 Millionen syrische Flüchtlinge, außerdem Zehntausende Flüchtlinge und Migranten aus Afghanistan und anderen Staaten. Immer wieder versuchen Migranten, allein oder mithilfe von Menschenschmugglern in die EU zu gelangen.

Ein im März 2016 geschlossener Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug nehmen EU-Staaten der Türkei schutzbedürftige Flüchtlinge aus Syrien ab und finanzieren Hilfen für in der Türkei lebende Flüchtlinge.

(be/dpa)

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