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Türken sehen Feminismus deutlich positiver

6.9.2020 12:18 Uhr, von Andreas Neubrand

Laut dem Meinungsinstitut KONDA erhält die feministische Bewegung in der Türkei positive Rückmeldung aus der Öffentlichkeit.

Immer weniger Menschen stimmen dem alten Sprichwort "Männer lieben und schlagen" zu. Auch sagen weniger Menschen, dass Frauen darauf achten sollten, was sie bei der Arbeit und in der Schule tragen, um Gewalt und Belästigung zu vermeiden.

Weniger Türken für Verbrechen aus Ehre

In der Studie soll untersucht werden, ob es einen Zusammenhang zwischen Gewalt an Frauen und den sozialen Veränderungen im Land gibt. Dazu wurden über 3.500 Personen in 32 Provinzen befragt. Die letzte Umfrage war vor fünf Jahren.

Die Rate derer, die glauben, dass man zur Herstellung der Ehre rechtswidrig handeln soll, sind von 45 Prozent auf 21 Prozent gesunken.

248 tote Frauen in der Türkei

Laut dem von Anit Sayac initiierten Online-Grabstein wurden in diesem Jahr 248 Frauen von Männern ermordet. Zu den "Rechtfertigungen" für diese Morde gehörten Verdacht auf Betrug, Scheidung und sogenannte "Ehrenmorde".

Die Rate derjenigen, die sagten "Frauen sollten aufpassen, was sie tragen fiel von 80 auf 32 Prozent. Nur sieben Prozent der Teilnehmer befürworteten, dass die Türkei sich aus der Istanbuler Konvention zurückzieht. Die Konvention soll helfen, Frauen besser zu schützen.

"Die Einstellung der Gesellschaft in Bezug auf Gewalt gegen Frauen hat sich erheblich verändert", so KONDA.

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