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Türkei: Zehn Provinzen verhängen Maskenpflicht wegen Covid-19

14.5.2020 21:30 Uhr

In der Türkei ist für zehn Provinzen eine Maskenpflicht erhoben worden. In diesen zehn Provinzen darf niemand das Haus verlassen, der keine Schutzmaske trägt. Ziel ist es, in den Lockerungsphasen ein Ansteigen der Infektionszahlen mit dem Coronavirus und Covid-19 zu verhindern. Bürgerinnen und Bürger erhalten mehr Freiraum – wenn sie die vorgeschriebenen Schutzmasken tragen.

Die Bewohner von Adiyaman, Afyonkarahisar, Aydin, Balıkesir, Bartin, Denizli, Düzce, Kastamonu, Mugla und Usak müssen jetzt beim Ausgehen zwingend vorgeschrieben und mit Strafandrohungen bei Unterlassen Gesichtsmasken tragen. Die Entscheidung über obligatorische Gesichtsmasken wurde von den Provinzhygienebehörden in den jeweiligen Provinzen empfohlen. Darüber hinaus empfahlen die Hygienebehörden der Provinz, dass Menschen auf überfüllten Straßen und Marktplätzen in den Provinzen Gaziantep, Adana und Izmir Gesichtsschutzmasken tragen sollten.

Ausgangssperre zu Bayram möglich

In der Türkei gibt es mehr als 143.000 bestätigte Fälle des Coronavirus, wobei die Zahl der Todesopfer durch die Krankheit bei 4000 liegt. Mehr als 100.000 Menschen haben sich von Covid-19 erholt. In neun Provinzen - Düzce, Usak, Batman, Mardin, Rize, Gaziantep, Van, Kars und Zonguldak - haben die Virusfälle zuletzt wieder zugenommen. In der vergangenen Woche hatten sich die Bewohner dieser Provinzen Berichten zufolge aufgrund des wärmeren Wetters mehr nach draußen gewagt und dabei die Regeln der sozialen Distanzierung größtenteils ignoriert. Die Bewohner dieser Städte verstießen auch gegen die Regeln zum Tragen von Masken.

In der Zwischenzeit erwägt die türkische Regierung mögliche Maßnahmen, einschließlich einer viertägigen landesweiten Ausgangssperre während Bayram Ende Mai, womit das Ende des Fastenmonats Ramadan begangen wird. Die Frage, ob während des Ramadan-Festes eine Ausgangssperre verhängt werden sollte oder nicht, wurde auf der letzten Sitzung des zentralen Exekutivkomitees der regierenden AKP am 12. Mai unter dem Vorsitz von Präsident Recep Tayyip Erdogan laut Hürriyet erörtert. Hochrangige Beamte teilten Erdogan mit, dass Umfragen zeigen, dass die Öffentlichkeit die Einführung einer Ausgangssperre während Bayram unterstützt, die vom 24. bis 26. Mai einberufen würde.

Etliche Corona-Fälle bei Fußball-Klubs

Bei dem Treffen regten die Beamten an, die Ausgangssperre in Abhängigkeit von den Empfehlungen der Coronavirus-Wissenschaftsrates des Gesundheitsministeriums zu verhängen. Das Normalisierungsprogramm war auch eines der Themen, die auf der Versammlung erörtert wurden. Die Regierung hat diese Woche einige der ursprünglich eingeführten Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus gelockert, indem sie die Eröffnung von Einkaufszentren, Friseurläden, Friseursalons und einigen weiteren Geschäften ermöglichte.

Die Türkei hat aktuell eine viertägige Ausgangssperre verhängt, die am 16. Mai beginnt und nach dem 19. Mai endet, der ein Nationalfeiertag ist. Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte am 13. Mai, dass die Türkei die Pandemie unter Kontrolle habe. Trotzdem zeigten sich bei jüngsten Tests in Fußball-Vereinen eine recht deutliche Zahl an bisher wohl unentdeckt gebliebenen Infektionen mit dem Coronavirus.

(ce)

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