Hürriyet

Türkei zahlt Geld für Schwänze von toten Krötenfischen

4.12.2020 22:26 Uhr

Die Türkei bezahlt Fischern 5 türkische Lira (50 Cent) pro Schwanz eines Krötenfisches. Grund ist, dass der invasive Fisch in der Ägäis die biologische Vielfalt gefährdet. Das teilte das Land- und Forstwirtschaftsministerium am Dienstag mit.

"Krötenfische stellen eine ernsthafte Bedrohung für andere Fischarten dar", sagte ein Beamter des Ministeriums. Das Ziel liegt bei einer Million toter Krötenfische bis zum 31. Dezember. Gezahlt wird nur für den Schwanz, nicht für den ganzen Fisch.

Fische sollen ethisch getötet werden

Dabei sollen die Fischer dafür sorgen, dass die Fische ethisch vertretbar mit einem Schlag auf den Kopf getötet werden. Der Krötenfisch, der aufgrund des Vorhandenseins von Tetrodotoxin in seinen Eierstöcken und seiner Haut ein giftiger knöcherner Meeresfisch ist, kommt häufig in den tropischen Gewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans vor. Die Fische können auf felsigen Böden in flachen Küstengewässern bis zu einer Tiefe von 250 Metern leben.

Das Gift in Krötenfischen hat es in die Liste der gefährlichsten Gifte geschafft, die der Mensch kennt. Wenn der Fisch verzehrt wird, verursacht er eine Lähmung der Muskeln, verengt die Atmung und führt bei Menschen zu Herzversagen.

(an)

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