dha

Türkei: Zahl der Todesopfer in Giresun steigt auf sieben, neun Vermisste

24.8.2020 9:01 Uhr

Nach den heftigen Überschwemmungen in der Schwarzmeerprovinz Giresun ist die Zahl der Todesopfer auf sieben gestiegen. Rettungskräfte bargen in den frühen Morgenstunden des Montags ein weiteres Opfer aus den Trümmern. Neun Personen gelten weiterhin als vermisst, die Suchaktionen laufen seit der Morgendämmerung erneut. Mindestens zwei der Vermissten sind Mitglieder der Jandarma. Zwölf Menschen wurden durch die Naturkatastrophe verletzt.

Rettungsarbeiten nach den Überschwemmungen (Bild: dha)

Fünf Jandarma-Beamte sowie ein Baggerfahrer wurden am Sonntag von den Fluten mitgerissen, nachdem eine fünf Meter hohe Unterführung zusammenbrach. Die Leichen von zwei der Jandarma-Beamten konnten bis jetzt geborgen werden.

157 Menschen gerettet

Wie die türkische Katastrophenschutzbehörde mitteilte, sind bis zum jetzigen Zeitpunkt 157 Menschen gerettet worden. Dafür wurden fast 1000 Rettungskräfte und an die 300 Rettungsfahrzeuge in die Region geschickt. Seitdem konnten 35 der 118 gesperrten Dorfstraßen wieder geöffnet werden. In 53 von 78 Regionen ist mittlerweile auch die Stromversorgung wiederhergestellt.


Bei den Bewohnern herrscht Fassungslosigkeit (Bild: dha)

"Noch nie gesehen"

Landwirtschafts- und Forstminister Bekir Pakdemirli, der bereits am Sonntag mitteilte, noch nie eine solche Naturkatastrophe gesehen zu haben, gab bekannt, dass die Schäden in landwirtschaftlich genutzten Flächen kleiner seien als zunächst angenommen.


Die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD war sofort zur Stelle (Bild: dha)

Der Minister für Umwelt und Stadtplanung, Murat Kurum, teilte mit, dass durch die Überschwemmungen 17 Häuser zerstört und 361 leicht beschädigt wurden.

Die türkische Regierung entsandte neun Millionen türkische Lira (rund eine Million Euro) Soforthilfe in die Region. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der selbst aus der Schwarzmeerregion stammt, kondolierte den Angehörigen der Todesopfer und ließ sich von den Ministern über die aktuelle Lage informieren.

(be/dha)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.