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Türkei: Zahl der Tieradoptionen in Antalya gestiegen

24.5.2020 21:08 Uhr

Während gerade zu Beginn der Corona-Pandemie in der Türkei viele Menschen ihre Tiere aus Angst einer Übertragung des Virus abgaben oder gar aussetzen, sieht es in der Provinz Antalya anders aus. Hier ist die Zahl jener, die in den letzten Monaten ein Tier aus Tierheimen adoptierten, gestiegen.

Wer könnte diesem Blick widerstehen? (Bild: dha)

Viele Tiere ausgesetzt

Als das Coronavirus sich neu ausbreitete, war nicht bekannt, ob es durch Tiere übertragen werden kann. Dies sorgte bei vielen Tierhaltern für Angst und gerade in Großstädten schoss die Zahl der Tiere, die ausgesetzt wurden, in die Höhe.

Auch so manche Katze landete unfreiwillig im tierheim (Bild: dha)

Mittlerweile ist bekannt, dass es vereinzelt zu Ansteckung durch Tiere kommen kann, allerdings nur zu anderen Tieren. Bis jetzt ist kein Fall bekannt, bei dem das Coronavirus von Tieren auf Menschen übertragen wurde.

24 Tieradoptionen in Antalya in 48 Stunden

Während also in vielen Großstädten immer mehr Tiere auf der Straße oder in den Tierheimen landeten, sah es im Landkreis Konyaalti in Antalya ganz anders aus. Der Bürgermeister von Konyaalti, Semih Esen, sagt dazu: "Bei uns ist das Gegenteil der Fall gewesen. Eine Zeitlang waren Besuche im Tierheim [im Rahmen der Corona-Ausgangssperren, Anm. d. Red.] verboten. Doch sobald die Ausgangssperren aufgehoben wurden, kamen die Menschen und wollten Tiere adoptieren. In den letzten zwei Tagen haben wir 24 Tiere vermittelt".

Drei auf einen Streich (Bild: dha)

Futter für die Streuner

Doch nicht nur um die Tiere in den Tierheimen wird sich gekümmert, sondern auch um diejenigen, die sich auf der Straße durchschlagen müssen. Wie der Tierarzt Muammer Saygili erzählt, habe man die Futterstationen in der Stadt von 39 auf 50 erhöht und während der Zeit der Ausgangssperren insgesamt fünfeinhalb Tonnen Futter verteilt. Zudem führe man am Tag 15 Sterilisationen / Kastrationen, Impfungen und Parasitenbehandlungen durch. So habe man seit März mindestens 40 Straßentiere ausgiebig behandelt.

Das richtige Tier finden

Auch bei einem Züchter für Schäferhund ein Antalya ist die Nachfrage momentan groß, besonders Welpen sind dabei gefragt. Doch Tiertrainer Murat Topallar warnt, dass Tiere keine Spielzeuge sind. "Es sind Lebewesen, keine Spielzeuge. Darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor man ein Tier adoptiert. Wenn Sie ein Tier wählen, um das Sie sich auch kümmern können, wird die Verbindung zwischen Ihnen umso stärker sein. Denn diese Tiere sind keine Spielzeuge, sondern Wegbegleiter."

Kleiner Racker auf großer Tour (Bild: dha)

Deshalb müssen sich Interessenten beim GSD Verband für Deutsche Schäferhunde in Antalya auch jeder Menge Fragen stellen. Wer diese nicht zur Zufriedenheit der Trainer beantworten kann, darf auch keinen Welpen haben.

(be)

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