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Türkei: Zahl der Bezieher von Kurzarbeitergeld ist rückläufig

17.9.2020 19:55 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Zahl der Beschäftigten, die von dem Kurzzeitarbeitsprogramm im Rahmen der Coronavirus-Pandemie in der Türkei profitierten, ging im August auf 1,2 Millionen zurück. Noch im Juli lag die Zahl bei 1,7 Millionen, im Juni sogar bei 2,5 Millionen. Grund sind die Lockerung der Maßnahmen gegen Covid-19.

Das System hatte im April seinen Peak mit 3,2 Millionen Beschäftigten. Das geht aus Zahlen des Arbeitslosenversicherungsfonds hervor.

Insgesamt vier Millionen Kurzarbeiter

Insgesamt haben fast vier Millionen Arbeitnehmer Kurzzeitarbeitsgeld erhalten. Grund ist eine Ausweitung der Zulassungskriterien. Der dabei ausgezahlte Betrag belief sich dabei auf 19 Milliarden türkische Lira (2,1 Milliarden Euro).

Dabei übernahm die Arbeitslosenversicherung 60 Prozent der Gehälter der Arbeitnehmer, wenn ein Unternehmen die Arbeitszeit verkürzt. Jedes Unternehmen, das von der Pandemie betroffen wird, kann das seit 2008 bestehende Kurzarbeitergeld beantragen.

Fast 40 Lira Tagesgeld

Um die Kriterien zu erfüllen muss ein Arbeitnehmer mindestens 60 Tage in dem Unternehmen gearbeitet haben und in den letzten drei Jahren 450 Tage Prämien gezahlt haben. Außerdem zahlte die Kasse Tagesgeld von 39,2 Lira (4,39 Euro) an Arbeitnehmer, die seit Einführung eines Entlassungsverbots am 17. April zu unbezahltem Urlaub gezwungen wurden.

Am 31. August lag das Gesamtvolumen des Fonds bei 112 Milliarden Lira (12,54 Milliarden Euro), im Vergleich zu rund 131 Milliarden türkische Lira (16 Milliarden Euro) zum Jahresende 2019.

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