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Türkei: Wissenschaftsrat untersucht Verwendung von Hydroxychloroquin

1.6.2020 10:16 Uhr

Der Coronavirus Wissenschaftsrat der Türkei untersucht die möglichen Auswirkungen von Hydroxychloroquin auf Patienten mit Covid-19. Die Untersuchungen basieren auf Berichten von Ärzten und Patienten, dass das Medikament einige Komplikationen verursachen kann, sagte Professor Ahmet Demircan, Mitglied des Wissenschaftsrates.

"Dies ist eine neue Krankheit und als der Ausbruch begann, war Hydroxychloroquin das einzige verfügbare Medikament. Es wird seit langem in der Malariabehandlung eingesetzt. Aussagen zu Komplikationen bei der Behandlung mit diesem speziellen Medikament sind noch nicht wissenschaftlich belegt. Es ist zu früh, um Schlussfolgerungen zu ziehen, da mehr wissenschaftliche Forschung erforderlich ist", so Demircan, der auch Rektor der Gazi-Universität in Ankara ist.

Verwendung in geringen Dosierungen oder Alternativen

Er stellte fest, dass die Möglichkeit besteht, dass Hydroxychloroquin Herzrhythmusstörungen verursacht. "Wenn es zusammen mit Antibiotika angewendet wird, kann sich die Nebenwirkung des Arzneimittels auf das Herz verstärken, was wir bereits wussten. Deshalb beobachten wir die Patienten, denen diese gemeinsam verabreicht werden, genau", fügte er hinzu. Demircan zufolge bewertet Wissenschaftsrat der Türkei die Auswirkungen von Hydroxychloroquin.

Der Wissenschaftsrat sammelt Daten über die Nebenwirkungen des Arzneimittels von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie aus der ganzen Türkei, sagte er. "Nach der Prüfung dieser Daten werden wir ein klareres Bild haben. Abhängig von den Ergebnissen werden wir entweder die Verwendung des Arzneimittels in geringer Dosierung empfehlen oder es durch alternative Arzneimittel ersetzen", sagte Demircan. Er teilte darüber hinaus mit, dass das Gesundheitsministerium damit beginnen werde, Antikörpertests für verschiedene Berufe durchzuführen - einschließlich Gesundheitspersonal und andere Menschen in gefährdeten Berufen.

(ce)

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