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Türkei: Wissenschaftsrat schlägt Maskenpflicht für Istanbul, Ankara & Bursa vor

17.6.2020 19:37 Uhr

Am Mittwochabend hat der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca im Anschluss an die Sitzung des Corona-Wissenschaftsrats eine Pressekonferenz abgehalten. Nachdem in den letzten Tagen ein Anstieg mit Neuinfektionen mit dem Coronavirus viele Menschen beunruhigte, gingen die Zahlen am Dienstag und Mittwoch weiter leicht zurück. Trotzdem habe der Wissenschaftsrat der Regierung empfohlen, die Maskenpflicht in Istanbul, Ankara und Bursa einzuführen.

Zwar gilt diese bereits, doch Hand in Hand mit den restlichen Lockerungen scheinen die Menschen diese wichtige Vorsichtsmaßnahme zu "vergessen" oder zu vernachlässigen. Und dort, wo besonders viele Menschen die Regeln missachten, sei eben ein Anstieg der Neuinfektionen zu verzeichnen.

"Land in Sicht, doch es gibt Wellengang"

Koca, der unterstrich, dass die Pandemie im Großen und Ganzen unter Kontrolle sei, sagte: "Land ist in Sicht, doch das Meer ist immer noch aufgewühlt. Wenn wir mit bewussten und festen Schritten fortfahren, brauchen wir keine Angst vor dem Wellengang haben". Die Schwankungen bei den Neuinfektionen in den letzten Tagen seien diese Wellen, die sich allerdings noch innerhalb eines bestimmten Rahmens bewegen würden. "Diese Grenze nicht zu überschreiten, liegt auch in Ihrer Hand. In den Händen jener, die ohne Maske nicht das Haus verlassen und sich bemühen, die Abstandsregeln einzuhalten. Corona ist immer noch aktiv, aber die Krankheit ist unter Kontrolle."

Keine neuen Ausgangssperren in Sicht

Auf die Frage eines Journalisten, ob mit neuen Ausgangssperren zu rechnen sei, antwortete der Gesundheitsminister, dass dieses Thema bei der Sitzung des Corona-Wissenschaftsrats nicht aufgekommen und dementsprechend auch momentan nicht zu erwarten sei.

Grafik: covid19.saglik.gov.tr

1429 neue Corona-Fälle am Mittwoch

Auch die täglichen Corona-Zahlen gab der Gesundheitsminister in der Pressekonferenz bekannt. Bei 52.901 durchgeführten Tests in den letzten 24 Stunden seien 1429 positiv ausgefallen – 38 weniger als noch am Dienstagabend. 19 Menschen starben am Coronavirus, womit die Opferzahl auf 4861 steigt.

Die Zahl der Geheilten lag am Mittwoch immer noch unter der Zahl der Neuinfektionen, aber stieg insgesamt wieder auf 1261 an. 745 Menschen liegen derzeit auf der Intensivstation, 306 müssen intubiert werdern.

(be)

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