HDN

Türkei will stärker in E-Commerce investieren

1.7.2020 9:28 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei will ihren staatlichen Postdienst ausbauen und zu einem wichtigen E-Commerce-Anbieter machen. Das teilte der Minister für Verkehr und Infrastruktur am 29. Juni mit.

"PTT ist mit ihren Investitionen die treibende Kraft bei der Anpassung ans digitale Zeitalter", sagte Adil Karaismailoglu und verwies dabei auf die kürzlich eröffneten E-Shopping- und Online-Frachtdienste der 180-jährigen Institution.

Leichterer Zugang zum Weltmarkt

Das Online-Shopping-Portal von PTT, ePTTavm.com, bietet den türkischen Herstellern Unterstützung bei der Zollabfertigung und dem Export, so der Minister. So können inländische Händler mit Garantie und ohne zusätzliche Kosten in Dutzende von Ländern exportieren. Damit haben türkische Unternehmen leichteren Zugang zu den Weltmärkten.

Das Verkehrsministerium entwickelt dabei mehrere Projekte, um den E-Commerce zu steigern, darunter mehr Investition in Technologie und die logistische Infrastruktur. Dazu will die Türkei in einigen Ländern eigene E-Commerce-Lager einrichten. "Wir wollen Lagerhäuser in Großbritannien, Deutschland und Russland einrichten", so Karaismailoglu.

Türkei will wichtige Plattform in der Region werden

"Unser Ziel ist es, unsere Plattform für E-Commerce zu einer der wichtigsten Plattformen der Region zu machen. Mit unserer logistischen Infrastruktur, unseren Humanressourcen und neuer Technologie können wir ein völlig neues E-Commerce-Modell entwickeln."

Weltweit gibt es 1,9 Milliarden Nutzer von E-Commerce-Plattformen. Doch angesichts der Corona-Pandemie werde die Zahl der Nutzer rapide steigen, sagte der Minister.

Exporteinbruch wegen Corona-Pandemie

Die türkischen Exporte beliefen sich im letzten Monat wegen der Corona-Pandemie auf fast 8,90 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 40,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Exporte im Mai um 10,8 Prozent.

Die Automobilexporte stiegen dabei um 95,5 Prozent, die Textilexporte um 35,5 Prozent und die Rüstungsexporte um 33,9 Prozent. Die wichtigsten Exportmärkte für die Türkei sind Deutschland, die USA und der Irak.

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.