Hürriyet

Türkei will langfristig flexiblere Gaspreise

31.12.2020 22:16 Uhr

Die langfristigen ölindexierten Erdgasverträge der Türkei laufen Ende 2021 aus. Dies bietet der Türkei die Möglichkeit wettbewerbsfähigere Gaspreise und flexiblere Bedingungen auszuhandeln, insbesondere mit Russland.

Das nächste Jahr wird für den Gassektor von entscheidender Bedeutung sein. Von den insgesamt 58 Milliarden Kubikmetern (bcm) laufen 15,9 bcm aus. 6,6 bcm stammen aus Aserbaidschan, 8 bcm aus Russland und 1,3 bcm aus Nigeria. Da die Türkei aus Aserbaidschan schon 6 bcm exportiert, halten Experten eine Verlängerung des Vertrages um 6,6 bcm derzeit für unrealistisch. Rechnet man Aserbaidschan raus, ergibt sich folgendes Bild: 11,4 bcm aus Russland, Nigeria und Katar. Dies macht 20 Prozent der gesamten Gasvertragskapazität der Türkei aus. Dies steht nun zur Disposition.

Türkei will weg von ölindexierten Verträgen

Die Türkei strebt nach Ablauf der ölindexierten Verträge, die auf Abnahme- oder Zahlungsverpflichtungen beruhen, flexiblere Gasvertragsstrukturen mit Russland an. Um auf dem Gasmarkt flexibler agieren zu können, setzt die Türkei vermehrt auf Flüssiggas (LNG) und FSRU-Speicher (Floating Storage Regasification Unit).

"Dank neuer Technik profitiert die Türkei von der Entwicklung der LNG-Preise, die im zweiten Quartal dieses Jahres einen niedrigen Stand erreicht hat. So werden wir günstig einen erheblichen Teil unseres Gasbedarfs decken", sagte Volkan Yigit, Partner des Beratungsunternehmens APLUS gegenüber der Agentur Anadolu.

(an)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.