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Türkei will im Schwarzen Meer nach Öl bohren

30.5.2020 9:59 Uhr, von Andreas Neubrand

Das türkische Fatih-Bohrschiff ist auf dem Weg ins Schwarze Meer, wie Präsident Recep Tayyip Erdogan bei der Einweihung der Insel für Demokratie und Freiheit. Dort sollen neue Bohrungen beginnen.

Dies gefalle aber nicht jedem Anrainerstaat, sagte er und beschuldigte dabei die Oppositionspartei CHP "intoleranter zu sein, als die gegnerischen Länder".

Bohrungen sollen im Juli beginnen

Trotzdem werde das Land seine Geschäfte im Mittelmeer nicht aufgeben, so der Energieminister der Türkei Fatih Dönmez. Im Juli sollen die ersten Bohrungen im Schwarzen Meer beginnen.

Dabei habe man alle Vorkehrungen getroffen, um die Besatzung vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen.

Schiff war vorher im Mittelmeer

Das Schiff ist 229 Meter lang, hat ein Gewicht von 5.283 Bruttotonnen und kann bis zu einer Tiefe von maximal 40.000 Fuß bohren. Das Schiff wurde davor für Bohrungen im Mittelmeer eingesetzt.

Im Mai hat die Türkei begonnen, vor der Küste Zyperns zu bohren. Die Türkei hat die einseitigen Bohrungen der griechisch-zypriotischen Regierung im östlichen Mittelmeer stehts zurückgewiesen und argumentiert, dass auch der türkische Teil Zyperns ein Recht auf Bohrungen habe.

Nach dem Einbruch des Ölpreises haben ausländische Ölfirmen ihr Interesse an Bohrungen im Mittelmeer verloren. ExxonMobil hat am 13. April seine Bohrungen eingestellt. Auch der italienische Konzern ENI und Frankreichs Total haben ihre Pläne auf Eis gelegt.

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