Hürriyet

Türkei will härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen

24.9.2020 20:30 Uhr, von Andreas Neubrand

Angesichts der gestiegenen Covid-19-Fälle in der Türkei will die Regierung härter gegen Bürger vorgehen, die gegen die Quarantäneregeln verstoßen.

Beamte haben diskutiert, welche Maßnahmen die Türkei in den nächsten Monaten ergreifen soll, um den Anstieg der Pandemie einzudämmen.

Rückgriff auf das Strafgesetzbuch

Als Teil der Vorsichtsmaßnahmen wird auf einen Artikel bezüglich von Verstößen gegen Quarantäneregeln im Strafgesetzbuch zurückgegriffen, so die Tageszeitung Hürriyet.

Artikel 195 des Strafgesetzbuches sieht vor, dass jede Person, die gegen Quarantänemaßnahmen verstößt, zu einer Freiheitsstrafe von zwei Monaten bis zu einem Jahr verurteilt werden kann.

Zahlen in Ankara bleibem flach

Die härteren Strafen sollen die Bürger davon abhalten, gegen die Quarantäne-Maßnahmen zu verstoßen. Aktuell werden betroffene Bürger in Schlafsälen untergebracht. Eine Ausgangssperre wird gegenwärtig aber nicht in Betracht gezogen.

In der Hauptstadt hat sich die Verbreitung verlangsamt. Die Einwohner sind vorsichtiger und halten sich an die verhängten Maßnahmen. "Die Zunahme der Coronavirus-Fälle in der Stadt hat sich verlangsamt", so Vasip Sahin, Gouverneur von Ankara.

Ein Inspektionsteam von 7.500 Mitarbeitern prüft, ob die Anti-Corona-Regeln eingehalten werden. Ebenfalls sind 570 Filiationsteams mit 2.000 Mitgliedern in der Stadt. Die Filiation ist eine Methode zum Screening der Kontaktkette bei der Infektionskrankheit.

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