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Türkei will E-Commerce-Praktiken untersuchen

20.7.2020 8:42 Uhr, von Andreas Neubrand

Die türkische Wettbewerbsbehörde hat eine umfassende Untersuchung der Online-Handelsplattformen eingeleitet, um unlautere Praktiken in einem der am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweige zu verhindern.

Um genügend Daten für eine Erhebung zu erhalten, soll das Management von E-Marktplätzen und Lieferanten, die ihre Waren online verkaufen, befragt werden. Die wichtigsten E-Commerce-Plattformen in der Türkei sind Amazon, Hepsiburada, Gittigidiyor, N11 und Trendyol. Rund 70.000 Unternehmen setzen auf E-Commerce in der Türkei.

Trend zum Online-Shopping

"Der Trend zum Online-Shopping hat insbesondere während der Pandemie zugenommen. Gerade für kleinere Unternehmen ist E-Commerce wichtig, um neue Kunden zu gewinnen", so Hatice Yavuz, die Teamleiterin der Untersuchung.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das Preisverhalten und mögliche ausbeuterische Maßnahmen gelegt, fügte sie hinzu.

Flugverkehr führt beim E-Commerce

Das E-Commerce-Volumen belief sich 2019 auf 136 Milliarden türkische Lira (fast 21 Milliarden Euro).

Es führt dabei der Flugverkehr mit 15,3 Milliarden Lira (1,95 Milliarden Euro), gefolgt von Kleidung mit 13,8 Milliarden türkische Lira (1,76 Milliarden Euro) und Haushaltsgeräten mit 13,3 Milliarden türkische Lira (1,70 Milliarden Euro).

Handelsministerin Ruhsar Pekcan erklärte, dass das Volumen beim E-Commerce von Januar bis Mai im Zuge der Corona-Pandemie gegenüber dem Vorjahr um 48 Prozent gestiegen sei. Doch auch vor Corona hat der E-Commerce-Sektor zugelegt. 2019 verzeichnete er ein Wachstum von 43 Prozent.

"Während der Corona-Pandemie legten vor allem die Kategorien Körperpflege, häusliche Pflege und Babynahrung zu", so Hatice Yavuz.

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