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Türkei weist Vorwurf der "Belästigung" von französischem Kriegsschiff zurück

20.6.2020 14:48 Uhr

Die Türkei wehrt sich entschieden gegen den Vorwurf aus Frankreich, türkische Militärschiffe hätten auf dem Mittelmeer Boote der französischen Marine mit dem Feuerleitradar angestrahlt und belästigt.

"Die Vorwürfe aus Frankreich sind unwahr", sagte eine hoher türkischer Militärbeamter laut Nachrichtenagenturen, dessen Namen nicht genannt wird. Vor dem "angeblichen" Vorfall" sei das französische Schiff noch von türkischer Seite aufgetankt worden. Daher seien die Anschuldigungen "haltlos". Vielmehr habe das französische Schiff "unter Verletzung der Nato-Bestimmungen" schnell und unkontrolliert manövriert. Daher sei zur Überwachung auch das Feuerleitradar eingesetzt worden. Das sei auch der Nato-Behörde mitgeteilt worden.

Vorwurf des Waffen-Schmuggels schwelt schon länger

Das französische Verteidigungsministerium wiederum erklärt die Aktion seines Kriegsschiffes damit, dass die Besatzung den Verdacht hatte, dass das türkische Schiff Waffen nach Libyen schmuggelt. Frankreich wirft der Türkei schon länger vor, das UN-Embargo gegen Waffenlieferungen an Libyen zu verletzen.

Im Libyen-Konflikt unterstützt die Türkei oder auch Deutschland die von der UNO anerkannte Regierung in Tripolis. Andere Länder, darunter Frankreich und Russland, stehen hingegen hinter dem abtrünnigen General Chalifa Haftar.

(bl)

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