Hürriyet

Türkei weist Äußerungen Griechenlands zurück

22.7.2020 9:35 Uhr

Am Mittwochmorgen reagierte das türkische Außenministerium durch Sprecher Hami Aksoy auf die Äußerungen des griechischen Außenministers Nikos Dendias, der in einer Pressekonferenz mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas sagte, die Türkei würde die "Rechte der zyprischen Demokratie" verletzten. Diese Aussage weise man entschieden zurück.

"Im Rahmen unserer Explorationen auf Kohlenwasserstoff hatten wir bereits verkündet, ab dem 21. Juli 2020 im östlichen Mittelmeer mit dem Forschungsschiff Oruc Reis seismische Forschungen durchzuführen. Dies wurde ebenfalls durch ein NAVTEX [Marines internationales Nachrichtensystem per Funkfernschreibverfahren, Anm. d. Red.] angekündigt."

Forschungen am türkischen Festlandsockel

Weiter sagte Hami Aksoy, dass das Gebiet, in welchem die Oruc Reis ihre Forschungen durchführen werde, sich innerhalb der Grenzen des der Nato übermittelten türkischen Festlandsockels befinde, in welchen bereits im Jahr 2012 geforscht wurde. Auch das Forschungsschiff Hayrettin Pasa habe in diesem Gebiet in den vergangenen Jahren bereits unbehelligte Forschungen durchgeführt.

Trotzdem lehnte Griechenland diese Forschungstätigkeit ab und behauptete, das Forschungsgebiet befinde sich auf seinem Festlandsockel. Griechenland stütze diese Behauptung auf die Existenz von Inseln außerhalb seines Festlandes. Dieser maximalistische Anspruch Griechenlands auf dem Festlandsockel verstoße gegen internationales Recht, Rechtsprechung und Gerichtsentscheidungen.

Eine Insel schafft keine Landfläche von 40.000 Quadratkilometern

Aksoy betonte, dass es keine rationale Erklärung dafür gebe, dass eine Insel mit einer Fläche von 10 Quadratkilometern, zwei Kilometer entfernt vom türkischen Festland und 580 Kilometer entfernt vom griechischen Festland, eine Landfläche von 40.000 Quadratkilometern schaffe. Aus diesem Grund weise man die Äußerungen Griechenlands entschieden zurück.

Obwohl die Türkei ihre Forderung nach einem Dialog auf allen Ebenen in Griechenland bekräftigte, wie dies bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht wurde, werde sie weiterhin die legitimen Rechte und Interessen verteidigen, die sich aus dem Völkerrecht ergeben, schloss Hami Aksoy sein Statement ab.

(be)

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