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Türkei: ​"Weiße Inseln" am Salda See für Besucher endgültig gesperrt

16.10.2020 16:59 Uhr

Nach den Entscheidungen des türkischen Ministeriums für Umwelt und Urbanisierung wurde der Abschnitt der "Weißen Inseln" des Salda Sees im Bezirk Yesilova in Burdur ab dem 15. Oktober für Besucher endgültig gesperrt.

Mit seinem weißen Sand und dem türkisblauen Wasser ist der Salda See seit einigen Jahren einer der wichtigsten Attraktionen der Türkei. Doch vor allem nachdem die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) bekannt gegeben hatte, dass der See ähnliche Eigenschaften wie der Jezero-Krater auf dem Mars aufweisen würde, wurde er zum absoluten Hotspot.

Bild: DHA

Bezüglich des Grundes für den Eintrittsverbot berichtete der Minister für Umwelt und Stadtplanung, Murat Kurum, im letzten Monat in einer Erklärung: "Mit der Entscheidung, die wir im Einklang mit wissenschaftlichen Forschungen und Berichten getroffen haben, verhindern wir, dass die Strukturen des Salda Sees weiter zerstört werden. Dementsprechend wird ab dem 15. Oktober der See nicht mehr betretbar sein. Schwimmen im Abschnitt "Weiße Inseln" ist ebenfalls nicht mehr gestattet."

Besucher trotz Verbot

Bild: DHA

In Übereinstimmung mit der Erklärung des Ministeriums wurden am Eingang der "Weißen Inseln" von Behörden Holzbarrieren angebracht. Doch trotz der Barrieren und des Verbots besuchen einige Leute immer noch den Salda See. Teams der Provinzdirektion für Umwelt und Urbanisierung führten daher bereits Drohnenkontrollen durch, um illegale Eindringlinge in dem verbotenen Gebiet ausfindig zu machen.

Kontrolle per Drohne (Bild: dha)

"Ich finde die Entscheidung des Ministeriums richtig"

Ibrahim A. aus Deutschland teilte seine Meinung bezüglich des Verbotes mit und berichtete: "Wenn die Bürger und Touristen wüssten, wie man den See besucht, gäbe es keine Probleme. Allerdings wissen die Menschen nicht, wie man mit dem See umgeht. Besucher hinterlassen in der Region ihren Müll und gehen. Es gibt eine natürliche Schönheit hier. Je mehr Menschen kommen, desto mehr Schmutz sammelt sich an. Daher finde ich die Entscheidung des Ministeriums für Umwelt und Urbanisierung richtig, um die Schönheit des Sees zu schützen."

Seit Anfang Juni haben ungefähr 800.000 einheimische und ausländische Touristen den Salda See bzw. die "Malediven der Türkei" besucht.

(gi)

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