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Türkei weiht Ilisu-Damm ein

19.5.2020 19:15 Uhr, von Andreas Neubrand

Am 19. Mai hat die Türkei die erste von geplanten sechs Turbinen des Kraftwerks am Ilisu-Damm am Tigris in der südöstlichen Provinz Mardin in Betrieb genommen. Seit 1954 ist das Projekt in der Planungsphase gewesen.

"Der Wind des Friedens, der Brüderlichkeit und des Wohlstands, der vom Ilisu-Damm aus weht, wird in dieser Region noch jahrhundertelang spürbar sein", sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan anlässlich der Zeremonie, an der er per Videokonferenz teilnahm.

Präsident Erdogan nahm an der Eröffnung per Videokonferenz teil (Bild: dha)

Türkei baute 585 Staudämme seit 2002

Seit 2002 hat die Türkei 585 Staudämme gebaut, betonte Präsident Erdogan. Dies sei Teil der türkischen Energiewende und die Implementierung erneuerbarer Energien. Der neue Damm soll dabei 2,8 Milliarden Lira (377,66 Millionen Euro) in die türkische Wirtschaft spülen. "Durch die Ableitung des hier gesammelten Wassers zum Cizre-Damm, den wir bald bauen werden, werden beide Dämme 1,1 Milliarden Kilowattstunden Energie erzeugen und 76.500 Hektar Land bewässern“, fügte der Präsident hinzu.


Das Kraftwerk am Ilisu-Damm soll bis zum Jahresende volle Kapazität fahren. Geplant sei eine produzierte Strommenge von 4,1 Millionen Kilowattstunden und eine Stromversorgungskapazität, die bei Volllast den Bedarf von sechs Millionen Menschen decken soll.

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