Hürriyet

Türkei warnte Österreich vor dem Wiener Terror-Schützen

9.11.2020 20:32 Uhr

Die Türkei übermittelte den österreichischen Behörden im vorherigen Jahr eingehende Informationen über den IS-Terroristen, der für das jüngste Attentat in Wien verantwortlich ist, teilte die türkische Generaldirektion für Sicherheit in einer Erklärung am 8. November mit.

Der Terrorist, der österreichische Staatsbürger Kujtim F., wurde am 1. September 2018 durch Sicherheitsüberwachungen eingefangen, als er aus Wien am Istanbuler Atatürk-Flughafen ankam, so die Erklärung.

Gemeinsame Ermittlungen von Geheimdienst- und Anti-Terror-Teams ergaben, dass der Terrorist versucht habe, sich dem IS anzuschließen, indem er illegal aus der südlichen Provinz Hatay nach Syrien einreisen wollte. Er wurde am 18. September 2018 in Hatay festgenommen und nach rechtlichen Verfahren am 10. Januar 2019 von der Generaldirektion für Migrationsmanagement von Hatay nach Österreich deportiert.

Es wurde bekanntgegeben, dass die türkischen Behörden die Informationen über die Organisationsstruktur des Attentäters und die Versuche, dem IS beizutreten, an die österreichischen Behörden weitergeleitet hätten. Auch Franz Ruf, Österreichs Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, hatte die Entwicklungen bestätigt. Obwohl der Attentäter zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt wurde, wurde er 11 Monate vor Beendigung seiner Haftstrafe auf Bewährung freigelassen, berichtete Ruf.

Bei dem Terroranschlag in der österreichischen Hauptstadt in der Nacht zum 2. November starben mindestens vier Menschen und 22 weitere wurden verletzt.

(gi)

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