DHA

Türkei: Waldbrände wüten an syrischer Grenze

8.9.2020 18:22 Uhr

Inmitten einer belastenden Hitzewelle im Land haben sich in der Türkei an der südlichen Grenze die Waldbrände in den letzten drei Tagen fortgesetzt. Rund 100 Hektar (etwa 140 Fußballfelder) Waldfläche seien im Bezirk Samandag und in den ländlichen Siedlungen des Stadtzentrums von Antakya verbrannt.

Zwölf Feuerwehrhubschrauber und zwei Amphibienflugzeuge starteten in den frühen Morgenstunden ihren Flug, um das in steilen Waldgebieten tobende Feuer zu bekämpfen. Insgesamt seien bei den Löscharbeiten 837 Rettungskräfte im Einsatz.

Aufnahme des Horror-Brandes aus der Vogelperspektive (Bild: DHA)

Bei den laufenden Löschbemühungen versuchen die Feuerwehrteams die Flammen mithilfe der „Gegenfeuer“ -Technik zu kontrollieren. Und obwohl das Feuer zweimal unter Kontrolle gebracht wurde, flammten die Feuer in dem Waldgebiet durch den Wind und die hohen Temperaturen erneut auf. Die Behörden gehen von Brandstiftung aus.

„Keine Todesfälle und geringe Schäden“

Der türkische Minister für Land- und Forstwirtschaft, Bekir Pakdemirli, berichtete, dass es bei dem Waldbrand bislang keine Todesfälle gäbe. Er fügte hinzu, dass in den beiden Siedlungen nur geringfügige materielle Schäden aufgetreten seien und dass eine Siedlung im Bezirk Samandag vorsichtshalber evakuiert worden sei.

„Im ganzen Land sind heute 24 Brände ausgebrochen. Etwa 13 von ihnen sind unter Kontrolle, acht von ihnen sind vollständig gelöscht und nur drei brennen weiterhin “, fügte Pakdemirli hinzu.

Feuerwehrleute und Krankenwagen haben Schwierigkeiten, die Region zu erreichen

Das Amanos-Gebirge, das vom Belen-Pass ausgeht, Antakya mit dem Mittelmeer verbindet und weiter nach Syrien führt, schränkt die Mobilität der Teams aufgrund der dichten Vegetation und der rauen Bedingungen ein.

Während einige Dörfer des Distrikts aufgrund von Waldbränden evakuiert wurden, deren Brandursache noch nicht vollständig geklärt ist, haben Feuerwehrleute und Krankenwagen Schwierigkeiten, die Region zu erreichen, da die Straßen nicht für schweres Gerät geeignet sind.

(gi)

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