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Türkei: "Virtuelle Shopping-Malls" gehen in Pandemie-Zeiten online

28.12.2020 14:14 Uhr

Durch die Corona-Pandemie und daraus resultierenden Ausgangssperren haben viele Branchen schwere Schläge in diesem Jahr hinnehmen müssen. So auch die Einkaufszentren in der Türkei, die von Mitte März bis zum 1. Juni sogar ganz schließen mussten. Auch danach kam es immer wieder zu Einschränkungen, beispielsweise bei den Öffnungszeiten oder bei der erlaubten Personenzahl in den Malls und Geschäften. Dem will man nun entgegenwirken – mit eigenen Shopping-Webseiten der Malls. Diese sollen sich vornehmlich an potenzielle Käufer in der Umgebung des Einkaufszentrums wenden und so die Ausfälle zumindest ein wenig mildern. Branchenexperten sagen durch das neue System eine Arbeitsplatzschaffung von 6000 Stellen voraus.

Der Vorsitzende der Investoren der Shopping Malls (AYD), Hüseyin Altas, erklärte, dass man mit Hochdruck an einer Software arbeite, die virtuelle Einkaufszentren schaffen wird. Dadurch bekommt jedes Einkaufszentrum seine eigene Repräsentation. Und das unabhängig davon, ob es die gleichen Geschäfte in anderen Malls ebenfalls gibt.

Umsatzrückgänge von rund 40 Prozent

Die Käufer können dann auf der Seite der ihnen am nächstgelegenen Mall shoppen und die Produkte werden ihnen durch Kurierdienste innerhalb kurzer Zeit zugestellt. Auch das Anprobieren und Zurückschicken per Kurier soll möglich sein, so Altas.

Die Malls in der Türkei rechnen in diesem Jahr mit Umsatzrückgängen von rund 40 Prozent. Die "Virtuellen Malls" sollen diese Rückgänge zumindest in Teilen auffangen. Die Einkaufszentren wollen durch die Initiative die Verluste mindern und gleichzeitig neue Arbeitsplätze schaffen, indem man eigene Motorrad-Kurierdienste aufbaut. Das soll, im Zwei-Schichten-System gefahren, bis zu 6000 neue Arbeitsplätze bedeuten.

(be)

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