Hürriyet

Türkei: Vier Reisende leben seit Corona in einem Bergdorf am Schwarzen Meer

15.7.2020 10:26 Uhr

Vier Reisende, die mit Wohnwagen aus Spanien los fuhren, aber ihre Reise wegen des Corona-Ausbruchs einstellen mussten, leben seit fünf Monaten in einem Dorfhaus in der Schwarzmeerregion von Artvin.

Die Schweizerin Mirjam Ellenbrok (34), die argentinischen Brüder Juan (31) und Fermin Tellechea (33) sowie die Spanierin Laura Nunez (30) kamen im Februar in die Türkei, konnten jedoch die geplante Reise nach Indien aufgrund von Reisebeschränkungen nicht fortsetzen.

Nach der Schließungen der Landesgrenzen kam die Gruppe mit ihrem Wohnwagen in die Schwarzmeerregion und ließen sich mit der Hilfe eines türkischen Freundes in einem Bergdorf in Artvin nieder. Dort nutzen die Abenteurer ein ungenutztes Holzhaus im Dorf Erenler. Sie pflügen und bepflanzen hier Felder, besuchen ihre neuen Nachbarn und spielen lokale Volkslieder. Die Gruppe lernte beispielsweise die beliebten Lieder des Schwarzen Meeres in türkischer, georgischer und der Laz-Sprache zu spielen und zu singen.

Gruppe verdient Lebensunterhalt mit Musik

Fermin Tellechea stellte fest, dass die Gruppe schon seit Jahren auf Reisen sei und erklärte, dass sie ihren Lebensunterhalt mit Straßenmusik verdienen. „Wir hatten eine gute Kommunikation mit Menschen. Wir haben sehr gute Freundschaften geschlossen. Wir haben hier ein freundliches und furchtloses Leben erlebt. Wir leben jetzt im Dorf und teilen das Leben mit den Menschen hier “, so seine Angaben. „Die einheimischen Dorfbewohner laden uns in ihr freundliches Zuhause ein. Wir haben sogar zusammen Tee gepflückt, unser eigenes Essen auf dem Feld angebaut - das war eine sehr gute Erfahrung für uns “, fügte er noch hinzu.

Mirjam Ellenbrok erinnerte sich ebenfalls rückblickend daran, dass sie bereits seit fünf Monaten im Dorf Erenler leben. Sie betonte, dass sie jetzt nur noch darauf warten würden, dass die Reisewarnungen aufgehoben werden und sich die Grenzen wieder öffnen.

(gi)

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