Hurriyet

Türkei verwandelt sich in einen Kreuzfahrtschiff-Friedhof

1.10.2020 17:44 Uhr

Die Coronavirus-Pandemie hat der ganzen Welt einen schweren Schlag versetzt. Viele Branchen wie der Tourismussektor wurden wirtschaftlich schwer getroffen. Viele Kreuzfahrtschiffe müssen jetzt sogar verschrottet werden - und das freut wenigstens die Abwrackwerften in Aliaga, Izmir, die zum "Friedhof der Ozeanriesen" werden.

Medienberichten zufolge brachte der Sektor vor dem Ausbruch von Covid-19 etwa 200 Milliarden Dollar (etwa 170 Milliarden Euro), nun mussten viele Kreuzfahrtschiffe ihre letzte Reise zu den Schiffsabbruchbetrieben in Aliaga, Izmir unternehmen. Hier werden viele ehemalige Kreuzer zu Altmetall verwandelt, nachdem Geräte, Möbel und Ersatzteile entfernt werden. In einem Bericht heißt es, dass 98 Prozent der Schiffe hierbei mit dem achtmonatigen Aufwand von etwa tausend Mitarbeitern umgewandelt werden können.

Aliaga erlebt "die beste Zeit"

In den von BBC Turkey veröffentlichten Berichten wird betont, dass die Schiffsabbruchbetriebe in Aliaga die "beste Zeit" nach der globalen Finanzkrise erleben würden.

"Immer, wenn es im Seetourismus eine Krise gibt, ist die Krise in unserem Sektor umgekehrt. Dies wird auch weiterhin so sein“, berichtet Ersin Kaptan, einer der Direktoren des Verbandes der Schiffsrecycling-Industriellen. Es wird angemerkt, dass alleine in Aliaga in diesem Jahr voraussichtlich Millionen Tonnen Altmetall anfallen werden.

(gi)

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