Hürriyet

Türkei: ​Versunkenes Migrantenboot im Vansee gefunden

11.7.2020 11:57 Uhr

Im Juni ist ein Migrantenboot in einem See in der Osttürkei gesunken. Es wurde laut den Angaben des lokalen Gouverneurs vom 8. Juli nun wieder gefunden.

"Das Boot wurde in einer Tiefe von 106,5 Metern vor der Insel Carpanak im Vansee entdeckt", so die Aussage des Gouverneurs des Bezirks. Aus dem See sollen nun das Boot sowie die Leichen geborgen werden. Laut Innenminister Süleyman Soylu hätten die Behörden sofort Rettungsaktionen eingeleitet, nachdem sie am 28. Juni von dem Vorfall erfahren hätten.

Bisher nur sechs Leichen geborgen

Der Van-See nahe der türkischen Grenze zum Iran erstreckt sich über rund 3755 Quadratkilometer. Das Boot soll bis zu 60 Migranten befördert haben, bevor es versank. Bisher wurden allerdings nur sechs Leichen gefunden. Im Zusammenhang mit dem Fall seien insgesamt 11 Verdächtige wegen Menschenschmuggels festgenommen worden.

Seit Beginn des Ausbruchs des Coronavirus sei die Zahl der in die Türkei einreisenden Migranten gesunken. In diesem Jahr hätten jedoch mehr als 21.000 Migranten Van erreicht. Von ihnen wurden 16.000 Menschen die Einreise verweigert. 4.500 Menschen gelang es nichtsdestotrotz, illegal in die Provinz zu gelangen. Die Türkei ist ein wichtiger „Zwischenstopp“ für Migranten, die nach Europa reisen wollen, um ein neues Leben zu beginnen – weg von Krieg und Verfolgung.

(gi)

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