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Türkei verstärkt Beobachtungsposten in Idlib

10.2.2020 13:47 Uhr

Angesichts wachsender Spannungen im letzten großen Rebellengebiet Idlib im Nordwesten Syriens hat die Türkei ihre Beobachtungsposten dort weiter verstärkt. Streitkräfte sollen in der Nacht Posten mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen, Munition sowie Gerät zum Abschuss von Raketen beliefert haben.

An welche der zwölf Posten das Kriegsgerät ging und in welchen Mengen, blieb unklar. Bereits am Sonntag hatte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gemeldet, dass die Türkei seit Freitagabend mehr als 600 Militärfahrzeuge über die türkisch-syrische Grenze gebracht habe.

Hunderttausende auf der Flucht

Die syrische Armee hatte in Idlib sowie in der Provinz Aleppo zuletzt große Geländegewinne verkündet. In den vergangenen Tagen hätten die Truppen von Präsident Baschar al-Assad die Kontrolle über 600 Quadratkilometer zurückgewonnen, teilte die Armee am Sonntag mit. Hunderttausende Menschen sind bereits auf der Flucht - auch in Richtung der türkischen Grenze. Das hat bei der Türkei, die bereits Millionen syrische Flüchtlinge beherbergt, Besorgnis ausgelöst.

Zudem waren am vergangenen Montag in Idlib unter syrischem Beschuss sieben türkische Soldaten und ein ziviler Mitarbeiter des Militärs getötet worden. Die Türkei hatte daraufhin einen Vergeltungsangriff gestartet, bei dem mehrere syrische Soldaten starben. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Damaskus außerdem ein Ultimatum gestellt und gesagt, dass sich die Armee bis Ende Februar von den türkischen Posten zurückziehen müsse, sonst werde die Türkei die Sache selber in die Hand nehmen.

(be/dpa)

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