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Türkei verlangt Auslieferung von Putschisten

16.7.2020 12:16 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei hat nach dem Putschversuch von 2016 die Auslieferung von insgesamt 307 Verdächtigen aus 105 Ländern beantragt, jedoch hat keine dieser Nationen die Forderungen von Ankara erfüllt.

Das Justizministerium hat sieben separate Auslieferungsgesuche für 27 Verdächtige bei den US-Behörden eingereicht. Dabei handelt sich in allen Fällen um Mitglieder der FETÖ, unter anderem auch um den Anführer der Bewegung, Fethullah Gülen. Ankara macht die Gruppierung für den Putschversuch von 2016 verantwortlich.

Allein 77 Verdächtige aus Deutschland

Aus Deutschland fordert Ankara die Überstellung von 77 Verdächtigen. Bis zum 10. Juli wurden jedoch nur 2 FETÖ-Mitglieder ausgeliefert. Dies erfolgte aber bereits 2015, also vor dem Putschversuch, als Rumänien auf die Bitte der Türkei reagiert hat.

In der Türkei wurden insgesamt 4.130 Verdächtige verurteilt, darunter 2.332 zu langjährigen Haftstrafen.

"Bis zum heutigen Tag, vier Jahre nach dem Putsch, verstehen einige wichtige Nato-Verbündete immer noch nicht, warum wir diese Maßnahmen ergreifen mussten", so der Sprecher des Präsidenten.

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