DHA

Türkei verlängert Coronavirus-Quarantäne von Pilgern

30.3.2020 13:38 Uhr

Die Türkei hat am 30. März beschlossen und verkündet, die Quarantänezeit der Bürger zu verlängern, die von der Umrah-Pilgerreise aus Saudi-Arabien zurückgekehrt waren, nachdem einige Rückkehrer positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden. Laut der Demirören Nachrichtenagentur Demirören wurde die Quarantänezeit der Bürger durch eine Entscheidung des Wissenschaftsausschusses des Gesundheitsministeriums um eine weitere Woche verlängert.

Im Rahmen von Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des COVID-19 wurden am 15. März rund 2500 Rückkehrer aus Saudi-Arabien in Studentenwohnheimen in der Hauptstadt Ankara und in der zentralanatolischen Provinz Konya unter Quarantäne gestellt. Bürger, die von der Umrah-Pilgerreise zurückgekehrt sind, haben landesweite Panik ausgelöst, als sich die Nachricht verbreitete, dass die Pilger (teils erfolgreich) versucht haben, sich den Quarantänemaßnahmen zu entziehen. Aus Konya wurden Bilder publik, auf denen sich die unter Quarantäne gestellten Menschen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften lieferten, um aus den Unterkünften zu fliehen.

In der östlichen Provinz Erzurum wurden 28 flüchtige Pilger von der Polizei gefangen genommen und am 18. März unter Quarantäne gestellt. Am 19. März wurden in der südöstlichen Provinz Sanliurfa fünf weitere Abgängige gefangen genommen und sofort unter Quarantäne gestellt. Die Polizei verwies die renitenten Pilger an ein Krankenhaus mit der Begründung, dass sie sich nicht an die 14-tägige Selbstisolationsregel hielten und Gäste in ihren Häusern empfingen. Saudi-Arabien setzte am 4. März die ganzjährige Umrah-Pilgerreise aus Angst vor der Ausbreitung des neuen Coronavirus in den heiligen Städten Mekka und Medina aus.

(ce)

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