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Türkei verhängt Geldstrafen wegen Leerverkäufen

16.7.2020 9:11 Uhr, von Andreas Neubrand

Die türkische Finanzaufsicht hat gegen sieben Finanzinstitute und 18 Investoren, die gegen das Verbot von Leerverkäufen verstoßen haben, eine Geldstrafe von 16,7 Millionen türkische Lira (2,1 Millionen Euro) verhängt.

Laut dem Capital Markets Boards der Türkei haben die Angeklagten in geschlossenen Chats auf Internetplattformen wie Telegram, Twitter, Facebook und Whatsapp Käufer zu Opfern gemacht.

Verbot gilt sechs Monate

Von heute an bleibt das Verbot von Leerverkäufen in Kraft. Dies werde ständig kontrolliert, um sichere Investitionen in der Türkei zu gewährleisten.

Erst letzte Woche gab die türkische Borsa Istanbul bekannt, dass sie sechs internationalen Finanzinstitutionen die Leerverkäufe untersagt hat. Betroffen waren Barclays, Credit Suisse, Merrill Lynch für drei Monate und Goldman Sachs, JPMorgan und Wood & Company für einen Monat.

Leerverkäufe treten auf, wenn ein Anleger eine Aktie ausleiht und auf dem freien Markt verkauft, mit dem Ziel, sie später für weniger Geld zurückzukaufen. Händler können Leerverkäufe als Spekulation oder als Absicherung gegen fallende Märkte nutzen.

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