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Türkei verhängt Export-Kontrolle für Zitronen

8.4.2020 13:59 Uhr

Die Regierung der Türkei hat für Zitronen eine Export-Kontrolle verhängt. Diese Kontrollverfügung basiert nach offiziellen Angaben auf der steigenden Inlandsnachfrage wegen der Coronavirus-Pandemie, heißt es in einer offiziellen Mitteilung vom 07. April 2020.

Zitronen werden primär zur Herstellung von Kolonya (einer Art Kölnisch Wasser mit hohem Alkoholanteil, Anmerkung der Redaktion) verwendet, das als Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis dient. Alkoholhaltige Stoffe, die nachweislich einen Alkoholanteil von mehr als 60 Prozent haben, sollen zur Oberflächenbehandlung gegen das Coronavirus hilfreich sein. Kolonya hat im Regelfall einen Alkoholanteil von 80 Prozent.

Preise für Zitronen als Vitaminspender stark angestiegen

Zudem sind Zitronen reich an Vitamin C und werden darum in der Krisenzeit durch Covid-19 verstärkt konsumiert, um so das eigene Immunsystem zu stärken. Ähnliche Absatz-Peaks bei Orangen, Limonen und Zitronen verzeichnet man auch dann, wenn eine Grippe- oder Erkältungswelle grassiert. Hierbei ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass die Aufnahme von Vitamin C nur dann die Wirkung entfaltet, wenn man rechtzeitig beginnt, entsprechende Lebensmittel zuzuführen. Wer beim Ausbruch einer Infektionswelle damit startet, ist im Normalfall zu spät dran.

Durch die verstärkte Nachfrage nach Zitronen sind die Preise für den Vitaminspender seit Ausbruch des Coronavirus stark angestiegen. Neben Zitronen wurde seitens der Türkei der Export von medizinischen Geräten wie Beatmungsgeräten und Schutzkleidung begrenzt. Das Land hat bisher 30.217 Infektionsfälle offiziell gemeldet und die Zahl der Todesopfer liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei 649.

(ce)

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