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Türkei verbringt wegen Covid-19 viel Zeit online

30.4.2020 8:37 Uhr

Eine Online-Umfrage in der Türkei hat ergeben, dass die Menschen im Land die Ausgangssperre wegen des Coronavirus dazu nutzen, ihre Zeit in den Social Media zu verbringen. Die Zugriffszeiten auf die sozialen Medien und das Internet generell sind an den Tagen, an denen der Ausgang untersagt ist, sprunghaft nach oben gestiegen.

Laut einer Online- Umfrage, die von zwei türkischen Wissenschaftlern der Gümüshane-Universität und der Trabzon-Universität durchgeführt wurde, verbringen die Türken an Sperrtagen durchschnittlich fünf Stunden und 38 Minuten pro Tag in sozialen Medien. Dies entspricht einer Steigerung von drei Stunden und 28 Minuten. Die Befragten, die normalerweise vor Beginn der Sperrung durchschnittlich sieben Stunden und mehr in sozialen Medien verbrachten, gaben an, dass sie jetzt noch mehr Zeit online verbringen. Ihre Zahl stieg von 6,6 Prozent unter allen Befragten auf 27,5 Prozent.

Instagram rangiert vor WhatsApp und Twitter

Die Studie wurde von dem Akademiker Ersin Diker und Fatih Celik durchgeführt, die eine Online-Umfragemethode unter Beteiligung von 1067 Personen, 629 Frauen und 438 Männern, in der ganzen Türkei durchführten. Zu den am häufigsten genutzten Plattformen auf den Social Media gehörten Instagram mit 27,2 Prozent, WhatsApp mit 24,7 Prozent und Twitter mit 21 Prozent, die damit die Top 3 unter sich ausmachten. Facebook fehlt erstaunlicherweise unter den Führenden.

Celik stellte fest, dass Instagram immer noch die am intensivsten frequentierte Plattform auf den sozialen Medien für Türken ist und sagte, dass besonders Personen zwischen 18 und 35 Jahren Instagram ausgiebig nutzen. "Allerdings nutzen Menschen im Alter von 36 bis 44 Jahren Twitter und Menschen über 45 WhatsApp häufiger", fügte er hinzu. Laut den erhaltenen Daten sieht Celik Twitter als die bequemste und nützlichste Plattform, um tägliche Nachrichten und Berichte aus allen Lebensbereichen zu verfolgen.

Whatsapp oft Quelle von Fake News

Der Wissenschaftler wies darauf hin, dass gefälschte und manipulative Nachrichten während der Pandemie zunahmen und betonte, dass WhatsApp eine große Rolle bei der Verbreitung solcher Inhalte spiele. "Man kann sagen, dass WhatsApp den häufigen Austausch von richtigen oder falschen sowie gefälschten und manipulierten Inhalten im Zusammenhang mit der Epidemie über persönliche Nachrichten oder Benutzergruppen verzeichnet", fügte Çelik hinzu.

(ce)

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