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Türkei-Urlaub: ​Foca, das ideale Social-Distancing-Urlaubsziel

11.6.2020 22:04 Uhr

Wer einmal in Foca war, wird immer wieder dorthin zurückkehren. Das sagt man in der Türkei. Die Stadt liegt auf einem schmalen Küstenstreifen in der Nord-Ägäis und ist von Izmir aus in nur einer Fahrtstunde zu erreichen.

Glaubt man der griechischen Mythologie, so handelt es sich bei den der Küste vorgelagerten Felsen um die Felsen, auf denen die Sirenen standen, um Segler mit ihrem Gesang in den Bann zu ziehen. Auch Homers Odysseus soll an Foca vorbeigesegelt und den Sirenen bekanntermaßen entkommen sein. "Sireneninsel" nennt man einen dieser Felsen daher. Auf singende Fabelwesen trifft man auf den sonnigen Terrassen dieser Insel glücklicherweise nicht, sondern nur auf Sonnenanbeter.

Entspannung und Aktivität

Allzu viele Urlauber sonnen sich allerdings weder dort noch an Focas Stränden. Der Massentourismus ist an diesem einstigen Fischerort vorbeigegangen. Es sind Menschen aus der gehobenen türkischen Mittelschicht von Izmir, auch Künstler, Journalisten und Musiker, die dort Entspannung und Ruhe von der Großstadt suchen.

Entlang der Küste gibt es einige Hotels, in denen man zu moderaten Preisen übernachten kann. In der Innenstadt warten weitere Hotels sowie Pensionen und Ferienwohnungen auf Gäste. Es sind keine luxuriösen Unterkünfte, die meisten haben drei Sterne, doch sie bieten guten Komfort.

Ein Fischer am Hafen von Foca (Bild: imago images/ CHROMORANGE)

Im pittoresken Hafen findet man ein Fischrestaurant am anderen. Täglich fahren die Fischer des Ortes auf das Meer hinaus und kehren mit Barschen, Rotbrassen und Meerbarben zurück, die von den Köchen der Restaurants zubereitet werden. Eine Spezialität der Region sind gegrillte Papalinas, eine Sprottenart. Neben den Restaurants gibt es kleine Tavernen und Bars, in denen man den Tag gemütlich ausklingen lassen kann.

In den beiden natürlichen Buchten des Ortes, Büyükdeniz und Kücükdeniz, gibt es saubere Strände. Neben den üblichen Wasseraktivitäten sind das Schnorcheln und Tauchen bei Urlaubern beliebte Sportarten. Die örtliche Tauchschule fährt verschiedene Spots an, die alle über einen eigenen Charme verfügen. Wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, kann einen Bootsauflug machen oder die Fischer begleiten. Die schöne Landschaft rund um die Stadt sollte man auf Wanderungen entdecken.

Heimat der Mönchsrobbe

Der Name der Kleinstadt, Foca, leitet sich vom türkischen Wort "fok" her, was auf Deutsch Seehund bedeutet. Diesen Namen trägt der Ort nicht ohne Grund.

Eine Mönchsrobbe Unterwasser (Bild: imago images/ blickwinkel)

Vor seiner Küste, genau genommen auf und rund um die Sireneninsel leben Mönchsrobben, die seit Beginn der 90er Jahre unter besonderem Schutz stehen, weil sie vom Aussterben bedroht sind. Der Bestand wird weltweit auf nur noch ca. 400 Tiere geschätzt.

(jk)

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