DHA

Türkei unterstützt Wirtschaft mit 26,45 Milliarden Euro

26.4.2020 21:06 Uhr

Die Schritte der türkischen Regierung zur Unterstützung der Wirtschaft angesichts der Pandemie durch das Coronavirus und Covid-19, welches das Land derzeit beutelt, sollen einen Gegenwert von 200 Milliarden türkischen Lira (26,45 Milliarden Euro) erreicht haben, teilte der Finanzminister der Türkei Berat Albayrak über seinen Account auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

"Der Gesamtwert der Schritte, die wir bisher unternommen haben, hat 200 Milliarden Lira erreicht", sagte Albayrak in einem Video, das am 25. April auf seinem Twitter-Account veröffentlicht wurde. Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am 18. März zunächst ein 100-Milliarden-Lira-Paket an, um die Wirtschaft zu unterstützen, die Schuldenzahlungen zu verschieben und die Steuerbelastung in einigen Sektoren zu verringern. Seitdem hat Ankara solche Maßnahmen schrittweise ausgeweitet.

Umfangreiche Pakete sollen realisiert worden sein

Das türkische Parlament hat am 16. April einen Gesetzentwurf ratifiziert, um die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus auf das wirtschaftliche und soziale Leben zu mildern. Die Unterstützungsmaßnahmen gelten für Personen, die nach dem 15. März ihren Arbeitsplatz verloren haben. Die Regierung zahlt bereits 60 Prozent der Gehälter von Unternehmen, die aufgrund von Vorfällen höherer Gewalt wie der Covid-19-Pandemie ihre Geschäfte einstellen mussten. Nach dem neuen Sammelgesetz können Arbeitsverträge nicht für einen Zeitraum von drei Monaten gekündigt gemacht werden, außer in nicht aufschiebbaren Situationen.

Die Türkei zahlt außerdem drei Monate lang 39,2 türkische Lira (rund 5,18 Euro) pro Tag an Arbeitnehmer, die aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus gezwungen sind, unbezahlten Urlaub zu nehmen. Unter den Maßnahmen wurden rund 120.000 Unternehmen mit 107,4 Milliarden Lira (rund 14,2 Milliarden Euro) finanziert, um sie während des Ausbruchs zu unterstützen, sagte Albayrak. Weitere 16,8 Milliarden Lira (rund 2,2 Milliarden Euro) wurden zur Unterstützung der Ladenbesitzer bereitgestellt, fügte er hinzu.

Außerdem wurden 4,4 Millionen Familien mit 1.000 Lira /rund 132,30 Euro) finanziell unterstützt, wobei insgesamt 22,3 Milliarden Lira (rund 2,95 Milliarden Euro) zur Deckung der Grundbedürfnisse von rund 4 Millionen Bürgern bereitgestellt wurden. Die Regierung gab bekannt, dass die Mehrwertsteuer und die Prämienzahlungen von über zwei Millionen Steuerzahlern - insgesamt rund 53,6 Milliarden Lira (circa 7,09 Milliarden Euro) - um sechs Monate verschoben wurden. Ebenfalls verschoben wurden die Einkommenssteuern von 1,9 Millionen, die höherer Gewalt ausgesetzt waren, sowie die Zahlungen und Erklärungen von Steuerzahlern ab 65 Jahren.

Unternehmenssteuern in der Türkei ausgesetzt

Die zuvor für diesen Sommer geplanten Unterkunftssteuern wurden ebenfalls bis Januar 2021 verschoben. Die Banken haben ihrerseits die Rückzahlung von Kapital und Zinsen von Unternehmen mit Cashflow-Störungen verschoben und bieten zusätzliche Finanzierungsunterstützung. Von dem Ausbruch betroffene Unternehmen erhalten Zugang zu günstigen Krediten, sofern sie Mitarbeiter behalten. Um die Exporteure zu unterstützen, werden die Banken Unterstützungsfonds für Aktien bereitstellen, um ihre Kapazitätsauslastung zu schützen.

Eine weitere Maßnahme zur Stärkung der Liquidität verdoppelte das Limit des Kreditgarantiefonds, während die maximale Rentabilitätsrate für Wohnungsbaudarlehen zur Unterstützung des Bausektors von 80 auf 90 Prozent angehoben wurde. Das von der Regierung unterstützte Kreditversicherungslimit wurde ebenfalls von 25 Millionen Lira (rund 3,3 Millionen Euro) auf 125 Millionen Lira (16,5 Millionen Euro) angehoben. Staatliche Kreditgeber kündigten ein zinsgünstiges Kreditpaket von bis zu 10.000 Lira (circa 1322 Euro) für Haushalte mit einem monatlichen Einkommen unter 5.000 Lira (rund 661 Euro) an.

(ce)

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