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Türkei unterstützt Balkanländer im Kampf gegen Covid-19

8.4.2020 18:46 Uhr

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Am 8. April startet in der türkischen Hauptstadt Ankara ein Militärflugzeug mit medizinischer Hilfe für fünf Länder auf dem Balkan. Damit unterstützt die Türkei Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien und den Kosovo im Kampf gegen das Coronavirus.

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Wie bei den Hilfen für Italien und Spanien läuft die Hilfe für die Balkanstaaten unter dem Motto des persischen Dichters Rumi: "Da ist Hoffnung nach Verzweiflung, da ist Sonnenschein nach der Dunkelheit."

Erdogan schreibt Brief an Aleksandar Vucic

Schon am 6. April hat sich Recep Tayyip Erdogan mit einem Brief an seinen serbischen Amtskollegen Aleksandar Vucic gewandt. Darin schreibt er: "Ich denke, dass Sie mit ihren Maßnahmen, die Sie in der Covid-19-Pandemie ergriffen haben, dazu beitragen, dass wir diese Krise mit möglichst geringen Verlusten bewältigen werden," wie die Hürriyet Daily News berichtet.

(Bild: dha)

Erst letzte Woche hat die Türkei Italien und Spanien mit medizinischem Equipment im Kampf gegen das Coronavirus unterstützt. Dafür erhielt die Türkei viel Zustimmung, unter anderem von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Selbstverständlich hat die großzügige Hilfe auch eine diplomatische Dimension. Zum einen braucht die Türkei - wie jedes Land - in diesen schwierigen Zeiten Verbündete. Außerdem versucht die Türkei mit möglichst wenig Einsatz ihre Soft Power auszubauen.

Hilfe für Nato-Partner

Doch gerade bei den beiden Nato-Partnern Italien und Spanien hat Ankara noch andere Gründe. Bei Spanien will sich die Türkei dafür bedanken, weil es das letzte Land in der Nato ist, das noch eine Batterie Patriots an der türkische-syrischen Grenze stationiert hat.

Etwas komplizierter ist es mit Italien. Da sind die Beziehungen alles andere als rosig. Letztes Jahr hat das Parlament in Rom den Völkermord an den Armeniern anerkannt und nach dem Militäroffensive der Türkei in Syrien ein Waffenembargo verhängt. Doch die beiden Länder verbindet auch ein Handelsvolumen in Höhe von 20 Milliarden Euro. Ankara will mit dieser Geste Rom zurückgewinnen und hofft auf eine Beendigung der Sanktionen.

Als letzte große Volkswirtschaft musste die Türkei am 11. März den ersten Fall des Coronavirus melden. Bisher haben sich 34.2019 Menschen in der Türkei mit dem Virus infiziert. 725 Todesfälle gab es durch Covid-19.

(Andreas Neubrand)

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