Hürriyet

Türkei und USA planen Arbeitsgruppe über S-400-Raketensystem

30.12.2020 16:30 Uhr

Ankara und Washington haben Gespräche zur Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe über den Kauf des russischen S-400-Raketenabwehrsystems aufgenommen, so Außenminister Mevlüt Cavusoglu am 30. Dezember.

Er erklärte, dass die Arbeitsgruppe auf einen Vorschlag der Türkei zurückzuführen ist. Damit will man die Sanktionen umgehen, die besonders auf die türkische Präsidentschaft für Verteidigungsindustrie (SSB) abzielt. "Jetzt kam der Vorschlag aus den USA und wir haben ihn natürlich aufgenommen und sind bereit, auf Expertenebene zu verhandeln", sagte er.

"Angriff auf souveräne Rechte"

Die Sanktionen werden innerhalb der Türkei unterschiedlich bewertet. Einig sei man sich aber, dass sie sowohl politisch als auch rechtlich falsch sind. "Es ist ein Angriff auf unsere souveränen Rechte", betonte der türkische Außenminister.

Am 14. Dezember verhängten die USA im Rahmen des CAATSA (Countering America's Adversaries Through Sanctions Act) Sanktionen gegen die Türkei. Grund war der Kauf des russischen S-400-Raketenabwehrsystems durch Ankara. Die USA fürchten, dass Russland mit Hilfe des S-400 sensible Nato-Daten ausspionieren können. Ankara bestreitet das.

(an)

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