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Türkei und USA besprechen Weltlage

15.8.2020 21:31 Uhr, von Andreas Neubrand

Der türkische Präsidentensprecher Ibrahim Kalin sprach am 14. August telefonisch mit dem amerikanischen Sicherheitsberater Robert C. O'Brien über bilaterale Beziehung, Libyen, das östliche Mittelmeer und die palästinensischen Gebiete.

Die Türkei möchte, dass die Probleme in Libyen und im östlichen Mittelmeer im Rahmen des Völkerrechts gelöst werden.

Türkei für Zwei-Staaten-Lösung

Im Nahost-Konflikt hält die Türkei weiterhin an der Zwei-Staaten-Lösung fest. Nur dieser Plan werde auch von den Palästinensern akzeptiert, so Kalin.

Hintergrund ist die Normalisierung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Als Gegenzug wolle Israel die Annexion von großen Teilen des Westjordanlandes verschieben.

Kritik an den VAE

Der Plan stieß bei den Palästinensern, der Türkei, dem Iran und Libyen auf starke Kritik.

Ein weiteres Problem sind die Streitigkeiten mit dem Nato-Partner Griechenland. Das Land hat ein gemeinsames Seeabkommen mit Ägypten unterzeichnet. Doch für Ankara verletzte das Abkommen die Seegrenzen der Türkei und Libyens.

"Null und nichtig"

Das Abkommen wurde dabei einen Tag nach der Ankündigung Ankaras, die Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen zu verschieben, ratifiziert. Für die Türkei ist das griechisch-ägyptische Abkommen "null" und "nichtig".

Doch nun will die Türkei die Bohrungen vor dem nördlichen Teil Zyperns mit ihren zwei Schiffen, der Cengiz Han und der Ataman, bis zum 23. August fortsetzen.

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