Symbolbild: Hürriyet

Türkei und Russland planen diplomatische Großoffensive

29.12.2020 13:02 Uhr

Die Türkei und Russland werden eine umfassende Überprüfung ihrer bilateralen Beziehungen und der regionalen Zusammenarbeit in den Konfliktherden Syrien, Libyen und Berg-Karabach durchführen und diplomatische Konsultationen zwischen 2021 und 2022 planen.

Zu diesem Zweck wird Außenminister Mevlüt Cavusoglu am 29. Dezember nach Sotschi reisen, wo er beim 8. Treffen der Gemeinsamen Strategischen Planungsgruppe beider Länder auf seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow treffen wird. "Wir werden alle Dimensionen der türkisch-russischen Beziehungen diskutieren", sagte Cavusoglu: "Wir sind nicht immer einer Meinung und haben bei einigen Konflikten unterschiedliche Standpunkte."

Unterschiedliche Positionen im Syrien-Konflikt

"In Syrien befinden wir uns in unterschiedlichen Lagern. Trotzdem arbeiten wir im Rahmen des Astana-Prozesses gemeinsam an einer neuen syrischen Verfassung. Auch führen russische und türkische Truppen gemeinsame Patrouillen an der Autobahn M4 zur syrischen Provinz Idlib durch", sagte er weiter. Darüber hinaus würden die jüngsten Entwicklungen in Berg-Karabach und Libyen laut Ministerium auf der Tagesordnung stehen. Besonders die Einrichtung eines Überwachungs- und Dokumentationszentrums des Waffenstillstands zwischen Aserbaidschan und Armenien wird ein Thema zwischen den beiden Diplomaten.

Das Treffen gilt auch als Vorbereitung des nächsten türkisch-russischen Kooperationsrats. Dieser wird regelmäßig unter der Leitung von Präsident Recep Tayyip Erdogan und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammentreten.

(an)

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