imago images / ITAR-TASS

Türkei und Russland einigen sich auf Impfstoff-Produktion am Bosporus

30.12.2020 17:31 Uhr

Die Türkei und Russland haben in Sotchi auf einer Pressekonferenz der beiden Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Sergej Lawrow gemeinsame Schritte von Ankara und Moskau angekündigt. Im Zentrum stand dabei die Entscheidung, dass der russische Impfstoff gegen Covid-19, Sputnik V, auch in der Türkei produziert werden solle. Zudem standen die US-Sanktionen und Libyen auf der Tagesordnung des Treffens.

Beide Top-Diplomaten ihrer Länder hoben auf der Pressekonferenz hervor, dass der russische Corona-Impfstoff Sputnik V auch in der Türkei produziert werden solle. Das basierte auf einem Gespräch zwischen Präsident Erdogan und Präsident Putin. Cavusoglu sagte dazu: "Als Herr Putin unserem Präsidenten telefonisch einen Vorschlag zu Sputnik-V unterbreitete, erteilten Präsident Erdogan dem Gesundheitsminister unverzüglich Anweisungen. Infolgedessen wurde ein Memorandum of Understanding zwischen unseren Institutionen unterzeichnet. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist nicht nur die Lieferung von Impfstoffen, die Impfstoffproduktion ist ebenso inkludiert. Die Türkei wird diesen Impfstoff auch herstellen."

Thema waren auch die Sanktionen durch das Terrorgesetz CAATS der USA gegen die Türkei. Dazu sagte der Außenminister: "Wir sind uns nicht einig und haben offen erklärt, dass diese Sanktionen nicht korrekt sind." Cavusoglu betonte, dass die Probleme nicht mit Sanktionen gelöst werden können: "Ich möchte nicht kommentieren, dass dies unsere Verteidigungsindustrie und unser Land stark beeinflusst hat oder nicht, weil die Entscheidung selbst falsch ist. Es spielt keine Rolle, ob es zu stark oder zu schwach ist, diese Sanktion ist ein Angriff auf unsere souveränen Rechte."

(ce)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.