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Türkei und Russland besprechen Weltlage online

18.7.2020 13:06 Uhr, von Andreas Neubrand

Spitzendiplomaten aus Russland und der Türkei haben am 16. Juli in einer Videokonferenz über die Entwicklungen in der Corona-Pandemie und im östlichen Mittelmeer diskutiert.

Der stellvertretende Vorsitzende der AKP für auswärtige Angelegenheiten, Cevdet Yilmaz, und der Vorsitzende der Partei für das Vereinte Russland, Dimitri Medwedew, trafen sich online.

Türkei erkennt nur Regierung in Tripolis an

"Die östliche Mittelmeerpolitik der Türkei hat zwei Aspekte: Abgrenzung der Seegrenzen und die gleichen Rechte für die türkischen Zyprioten, was die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen betrifft", so Yilmaz: "Trotzdem ist Ankara offen für einen Dialog mit allen Ländern. Mit Ausnahme der griechisch-zypriotischen Regierung. Wir verlangen gleiche Rechte, was die Öl- und Gasressourcen angeht."

Mit Blick auf Libyen sagte er, dass die Türkei nur die legitime Regierung in Tripolis anerkenne und niemals den abtrünnigen General Haftar.

Internationale Gemeinschaft gegen Covid-19

Medwedew betonte die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit gegen das Coronavirus. "Wenn Impfstoffe verfügbar werden, sollten sie gleichzeitig auf allen Kontinenten eingesetzt werden, allein schon aus Gründen der nationalen Sicherheit", so Medwedew.

Mit Blick auf die Einhaltung von Rüstungsabkommen erinnerte er die USA daran, dass der Einsatz von biologischen Waffen inakzeptabel ist.

Yilmaz betonte, dass die Pandemie ein Test für die gesamte Menschheit ist. "Wir glauben, dass globaler Zusammenhalt und Solidarität entscheidend sind für den Kampf gegen Covid-19. Die Pandemie ist ein globales Phänomen."

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