Symbolbild: imago images / Friedrich Stark

Türkei und Griechenland auf Crash-Kurs

12.3.2020 23:34 Uhr

Es brodelt weiter an der Grenze zwischen der EU/Griechenland und der Türkei. Es existiert Videomaterial darüber, wie ein Boot der türkischen Küstenwache ein Küstenwachen-Boot von Griechenland attackiert und vorsätzlich gerammt haben soll. Nun wurde der Botschafter der Türkei einbestellt. Ferner soll es wohl auch "Zoff in der Luft" gegeben haben, als türkische Kampfflugzeuge griechischen Luftraum überflogen.

Das Video, welches von der BILD Zeitung veröffentlicht wurde, zeigt eine Aktion mitten in der Dunkelheit – dem Vernehmen nach am frühen Morgen. Darauf zu erkennen: Ein Boot der türkischen Küstenwache kommt einem griechischen Boot gefährlich nahe, drängt es ab und es kommt zu einer leichten Kollision, bei der am Heck des griechischen Wasserfahrzeugs ein kleiner Schaden entstand. Das Ganze soll, so die Stimmen auf dem Boot der griechischen Küstenwache, in griechischen Gewässern nahe der Insel Kos, die quasi gegenüber von Bodrum in der Türkei liegt, geschehen sein.

Riskante Flugmanöver in griechischem Luftraum?

Wie das Marine-Ministerium in Athen kommunizierte, fand der Vorfall um 5.45 Uhr Ortszeit statt. Das griechische Boot der Küstenwacht war laut Ministerium auf einer Patrouillienfahrt innerhalb griechischer Gewässer vor Kos. Dann kam es unvermittelt zur Attacke und Kollision. Seeleute wurden bei dem Vorfall keine verletzt, wie das Ministerium ebenso kommunizierte.

Doch nicht zu Wasser, sondern auch in der Luft scheint es Vorfälle gegeben zu haben. So berichtet die griechische Seite von F-16 Kampffliegern, welche in der Türkei gestartet seien. Danach wäre man im Tiefflug über den Grenzfluss Evros geflogen und das am hellen Tag gegen kurz vor 15 Uhr Ortszeit. Danach hätten sich Jets auf den Weg in Richtung Ägäis gemacht, um auch dort im Tiefflug über Inseln zu fliegen. Der türkische Botschafter in Griechenland soll daraufhin ins Außenministerium einbestellt worden sein, um die Vorfälle zu diskutieren. Der Vorgang mit den Booten war nach griechischen Angaben der zweite Vorfall binnen Wochenfrist.

(Hürriyet.de)

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