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Türkei überwacht Quarantäne digital

11.4.2020 14:11 Uhr, von Andreas Neubrand

Um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, hat die Türkei ein neues Projekt gestartet. Dabei sollen Standortdaten von Mobilgeräten der Patienten ausgewertet und verwendet werden, teilte die Landesdirektion für Kommunikation mit.

Entwickelt wurde das Pandemic Isolation Tracking vom türkischen Gesundheitsministerium, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dabei sollen die Patienten, bei denen die Krankheit diagnostiziert wurde, digital verfolgt werden. Dabei geht es vor allem darum, dass sich die Patienten auch tatsächlich an die Quarantäne-Regeln der Regierung halten.

Schutz der öffentlichen Gesundheit

Mit diesem neuentwickelten Projekt sollen nicht nur die Patienten, sondern auch ihre Angehörigen und die öffentliche Gesundheit geschützt werden. Sobald die Patienten gegen eine der Quarantäne-Regeln verstoßen, werden sie mit einer Meldung gewarnt. Sollten sie nach der Warnung nicht in die Isolation zurückkehren, setzen administrative Maßnahmen und Sanktionen ein, um diese Patienten wieder in die Isolation zu bringen.

Rechtliche Grundlage für das Projekt ist der Artikel 12 des Gesetzes Nr. 6698 zum Schutz personenbezogener Daten. Damit soll staatlich garantiert werden, dass die Daten nicht für andere Zwecke missbraucht werden.

Auch andere Länder setzen auf Kontaktverfolgung, um die Pandemie einzudämmen.

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