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Türkei: Überlebender des Marmara-Erdbebens bricht Weltrekorde

17.8.2020 11:29 Uhr

Drei Tage lag Ufuk Kocak unter den Trümmern des Erdbebens vom 17. August 1999, verlor beide Beine. Doch das hielt den 44-Jährigen nicht davon ab, seine Träume zu verwirklichen.

Kocak lag in Gölcük, Kocaeli, drei Tage lang in den Trümmern seines Hauses, bis er nach dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,6 gerettet werden konnte. Kocak traf es hart: ihm mussten beide Beine amputiert werden, seine Mutter und zwei weitere Familienmitglieder verloren bei dem Beben ihr Leben.

Zwei Weltrekorde gebrochen

Nichtdestotrotz ließ sich der damals 23-Jährige nicht unterkriegen, brach einen Weltrekord und wurde trotz seiner Behinderung Tauchlehrer. Kocak brach zwei Mal den "Weltrekord im Freitauchen für Behinderte" und wurde der erste eingeschränkte Tauchlehrer der Türkei. Neben dem Tauchen ist er auch sportlich aktiv, er spielt Basketball und Tennis im Rollstuhl. Zudem wanderte er den berühmten Lykischen Weg.

Ufuk Kocak im Rollstuhl (Bild: DHA)

Als er das Erdbeben im Jahr 1999 erlebte, dachte Kocak, dass die Welt untergehen würde. Erst viel später sei ihm damals klar geworden, dass es sich bei der Naturkatastrophe um ein Erdbeben gehandelt habe. Er fügte hinzu, dass er drei Tage in den Trümmern am Leben bleiben konnte, da er „ruhig“ und „gelassen“ geblieben sei. Jetzt warnt er die Menschen vor dem großen Erdbeben, das Wissenschaftler für Istanbul erwarten. Laut Kocak solle man sich nun auf dieses bestmöglich vorbereiten.

(gi)

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