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Türkei: Trabzonspor holt den neunten Pokalsieg gegen Alanyaspor

29.7.2020 23:20 Uhr

Mit großer Spannung wurde das Finale im Türkiye Kupasi, dem türkischen Pokalwettbewerb erwartet. Es stand erstmals seit zwölf Jahren kein Team aus Istanbul im Finale, sondern die Paarung hieß Trabzonspor gegen Alanyaspor. Und Trabzon hat es geschafft, nach zehn Jahren erstmals den Pokal wieder an die Schwarzmeerküste zu holen. In einem unterhaltsamen Spiel behielt der Favorit am Ende mit 2:0 die Oberhand und sicherte sich zum neunten Male in seiner Geschichte den Pokal.

Gerade in den Anfangsminuten entwickelte sich im Pokalfinale ein offener Schlagabtausch und das mit hohem Tempo. Alanya zeigte, man würde sich hier im Finale alles, nur sicher nicht kampflos ergeben. Und so dauerte es dann auch bis zur 21. Minute, bevor Trabzonspor sich richtig gefährlich zeigte. Natürlich war es Alexander Sörloth, der die Chance mit einem Schuss einläutete. Die Abwehr von Keeper Marafona ging fehl, doch Guilherme löffelte die Kugel über den leeren Kasten. Das war eine Monsterchance zur Führung. Doch vier Minute später schnackelte es dann. In der 25. Minute erhielt der Norweger Sörloth die Kugel auf Außen und zeigte, der kann nicht nur knipsen. Ab mit dem Leder in die Mitte und da bedankte sich Abdülkadir Ömür ordentlich und schob den Ball aus kurzer Distanz ins Netz – 1:0. Danach war irgendwie die Luft aus dem ordentlichen Match genommen. Zwar zeigte sich Sörloth immer wieder, aber nichts davon wollte reingehen. So ging es mit dem knappen Vorsprung für den achtmaligen Pokalgewinner Trabzonspor in die Pause.


Spannende zweite Hälfte mit viel Nachspielzeit

In der zweiten Hälfte schien Alanyaspor begriffen zu haben, dass das Team für den ersten Titel in seiner Geschichte etwas tun muss. Und die Mannschaft aus der Urlaubsmetropole in der Provinz Antalya kam besser ins Spiel. Doch auch Trabzon bekam durch das offenere Spiel seine Chancen. Nutzen konnte die aber weder Antalya noch Trabzon. In der 76. Minute wäre es beinahe ein Sauerländer gewesen, der schon beim VfL Bochum und beim SC Freiburg kickte, der den Ausgleich besorgt hätte: Onur Bulut. Doch sein Kracher aus rund 16 Meter zischte Millimeter über das Quergebälk. Abdülkadir Ömür vergeigte sein zweites Tor in der 89. Minute und dann wurden zehn Minuten Nachspielzeit angezeigt, bei denen sich sicherlich nicht nur die Fans von Trabzon die Augen rieben.


In der 6. Minute der Nachspielzeit klingelte es dann auch im Kasten von Trabzon. Papiss Demba Cisse hatte mit dem Kopf verlängert. 1:1? Nein, der Linenrichter hatte berechtigt die Fahne oben, denn der ehemalige Kicker vom FC Freiburg stand klar im Abseits. Es blieb beim 1:0 für Trabzonspor. Nun kam die Zeit des Alexander Sörloth, denn er hatte Chancen im Minutentakt. Aber er scheiterte immer wieder an Marafona. In der 10. Minute der Verlängerung überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst scheiterte Junior Fernandes aus aussichtsreicher Position an Ugurcan Cakir im Kasten von Trabzon und verpasste den Ausgleich. Doch Jose Ernesto Sosa, ehemaliger Spieler vom FC Bayern München, machte das Spiel nach der Chance von Antalyaspor schnell und setzte einen grandiosen Steilpass auf Sörloth. Allein ging er auf Marafona zu und blieb eiskalt – 2:0. Damit war die Messe gelesen und Trabzonspor holte den neunten Pokalsieg.


(ce)

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