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Türkei-Tourismus: Verwunschene Insel Kameriye

12.2.2021 16:43 Uhr

Aufgrund der malerischen Buchten und vieler Inseln ist das Meer vor Bodrum und Marmaris bei Seglern und Bootsauflüglern sehr beliebt. Mehrere schöne Ankerplätze befinden sich vor der Insel Kameriye.

Die Insel Kameriye liegt vor der Küste der Bozburon-Halbinsel, südwestlich vom beliebten Urlaubsort Marmaris. Sie ist umgeben von kristallklarem Wasser, das zum Schwimmen und Schnorcheln einlädt. Unter Wasser gibt es farbenprächtige Fische, Seesterne, Seeigel und Schwämme zu sehen. Wer für den Türkeiurlaub ein Segelboot gemietet hat und in diesem Revier unterwegs ist, wird diese Insel unbedingt ansteuern wollen. Dies allerdings nicht nur, um den Kopf unter Wasser zu stecken. Es lohnt auch, an Land zu gehen.

Reisende und Ausflugsboote in Kameriye (Bild: imago images/ ZUMA Press)

Tatsächlich tun das in der Hauptsaison täglich viele Touristen. Vom Dorf Selime aus starten die Ausflugsboote und bieten somit auch Interessierten ohne eigenes Boot die Möglichkeit, Kameriye zu besuchen. Wer seine Aktivitäten und das Tempo gern selbst bestimmt, kann einen der Fischer gegen angemessene Bezahlung um eine Überfahrt bitten. Dann lohnt es, die Insel möglichst früh am Vormittag oder gegen Abend zu besuchen. Je weniger Menschen sich dort tummeln, desto größer ist ihr Charme.

Kirche, Mosaik und Wunschbaum

Charmant ist Kameriye in erster Linie, weil sie verlassen ist – lediglich ein paar Ziegen leben dort heute noch. Vor dem Bevölkerungsaustausch war die Insel die Heimat einer kleinen griechisch-orthodoxen Gemeinschaft. Hier und da findet man Überreste von Häusern und einem Kloster, einen Zisternenbrunnen und Mosaikfußböden.

Ruinen von Kameriye (Bild: Hürriyet)

Der unangefochtene Besuchermagnet ist jedoch die Ruine der 1.800 Jahre alten orthodoxen Kirche. Der Weg hinauf ist von jedem, der nicht in Schlappen unterwegs ist, zu meistern. Unterwegs und oben angekommen bieten sich grandiose Ausblicke auf das Meer und das Festland, die man genießen kann, bevor das Augenmerk unweigerlich auf die Kirche gelenkt wird. Sie ist von einem Steinhof umgeben; die Kiesel wurden kunstvoll zu einem Mosaik ausgelegt.

Im Zentrum des Hofes wächst ein Olivenbaum, der sogar noch älter als die Kirche ist. Über die Jahre hinweg haben ihn Besucher in einen Wunschbaum verwandelt, indem sie Seidenbänder an seine Zweige gebunden und sich dabei etwas gewünscht haben. Der Baum mit den im Wind flatternden bunten Bändern, vor der zauberhaften Kirche und der landschaftlichen Kulisse ist ein wunderbares Fotomotiv.

Für die Kirche gab es vor einigen Jahren Pläne zur Restaurierung und Umwandlung in eine Hochzeitslocation. Inwieweit diese Pläne vorangebracht und umgesetzt wurden, ist nicht bekannt.

(Hürriyet.de)

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