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Türkei: Teilweise Aufhebung der Reisewarnung negativ für die Reisebranche?

22.8.2020 13:35 Uhr

Eigentlich hatte man sich über die teilweise Aufhebung der deutschen Reisewarnung für die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla gefreut. Ddoch hört man auf Branchenexperten, hat diese Entscheidung nicht für einen Reiseboom aus Deutschland gesorgt. Die neuen Verordnungen – wie beispielsweise die Testpflicht vor Abreise aus der Türkei – scheinen bei Urlaubern eher Skepsis ausgelöst und die Reiselust geschmälert zu haben.

Rückreise nur mit negativem Test

Hauptauslöser für die Zurückhaltung bei deutschen Reisenden scheint die neue Verordnung zu sein, die einen negativen PCR-Test auf das Coronavirus erfordert, um überhaupt an Bord des Fliegers zu dürfen. Wessen Test positiv ausfällt, muss entweder zwei Wochen in Quarantäne oder sich im Krankenhaus behandeln lassen.

Wie das Reiseportal TurizmGüncel aus deutschen Quellen berichtet, haben die partiellen Reiseaufhebung statt zu einem Ansturm zu einem Rückgang bei Buchungen und Reservationen geführt. Dabei seien die Reservierungen nach der Ankündigung um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen. Experten gehen davon aus, dass die Angst vor einer Quarantäne in einem fremden Land die Reisenden abschrecken würde.

Preisschlacht begonnen

Einige Reiseanbieter sollen währenddessen mit den Preisen kräftig runtergegangen sein, um überhaupt noch Buchungen zu erhalten. Doch Experten befürchten, dass diese Preisschlacht negative Auswirkungen haben wird und es zu Problemen kommen werde, wenn die Preise wieder hochgehen.

Neuinfektionsanstieg in Deutschland

Ein deutscher Reiseexperte sieht noch einen weiteren Grund für die Zurückhaltung bei den Buchungen: Die steigenden Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Denn nicht nur die Angst, in einem fremden Land in Quarantäne zu landen ist gegeben, auch die Angst vor einem neuen Lockdown in Deutschland besorgt die Menschen.

(be)

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