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Türkei: Süper Lig startet und Übertragung steht auf der Kippe

10.9.2020 16:25 Uhr

Die Spannungen zwischen dem türkischen Fußballverband TFF, dem Verband der Klubs (Kulüpler Birligi) und dem TV-Sender beIN Sports gefährden die Live-Übertragung der neuen Süper-Lig-Spiele, die am Freitag beginnen, wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten.

Nach vorliegenden Informationen konnte bezüglich der Zahlungen, die für die Spielübertragung zu entrichten sind, keine Einigung zwischen dem TFF, dem Vereinsverband und dem Sender beIN Sports aus Katar erzielt werden. Sivasspor-Präsident Mecnun Otyakmaz sagte: "Wir fordern eine saisonale Gebühr von 3 Milliarden TL, was der Vereinbarung auf dem Papier entspricht (das waren 500 Millionen Dollar)."

Der Sender hingegen gab an, dass er Vereinbarungen mit dem TFF getroffen habe und sogar über ein schriftliches Dokument diesbezüglich verfüge. Der Verband der Klubs gab jedoch an, dieses Dokument bisher nicht vom TFF erhalten zu haben.

Schnelle Lösung nötig

Aber das eigentliche Problem, dass die Übertragung der Spiele in Gefahr bringt, scheint zwischen beIN Sports und einer Firma zu liegen, die für die technischen Voraussetzungen der Übertragung zuständig ist. Denen soll beIN Sports rund 30 Millionen Dollar schuldig sein – und auch in dem Jahr vor Beginn der Pandemie nicht einen einzigen Dollar davon gezahlt haben. Und diese Firma scheint sich nun zu weigern, neue Verträge einzugehen, solange die Schulden nicht beglichen worden sind. Wie weiter berichtet wird, möchte beIN Sports nur nach dem alten Dollar-Kurs bezahlen und zudem für die neue Saison saftige Preisnachlässe erhalten. Um ein Ausfallen der Übertragungen zu vermeiden, soll beIN Sports nun mit einem weiteren Anbieter aus dem technischen Bereich im Ausland verhandeln. Sie hätten allerdings signalisiert, dass eine Übertragung in dieser Woche schon aus zeitlichen Gründen sowie der Quarantäne- und anderen Pandemie-Einschränkungen so gut wie unmöglich sei.

Wenn beIN Sports den Technikern nichts zahlt, könnte der Süper-Lig-Auftakt in dieser Woche ins Wasser fallen. Es würden dann vielleicht nur drei oder vier der insgesamt zehn Spiele übertragen werden.

(ce)

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