DHA

Türkei stellt weitere Dörfer unter Quarantäne

30.3.2020 20:02 Uhr

Die Türkei hat weitere Dörfer in den ost- und zentralanatolischen Provinzen unter Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung des tödlichen Coronavirus einzudämmen. Dies geschah im Zuge des Maßnahmenpaketes, welches von der Regierung vor und während des Wochenendes angestoßen worden ist. Ziel ist es dabei, die Infektionsketten von Covid-19 zu unterbrechen, nachdem zuletzt hohe tägliche Neuinfektionszahlen gemeldet werden mussten.

Zwei Stadtteile und zwei Wohnsiedlungen in der östlichen Provinz Van nahe der iranischen Grenze wurden unter Quarantäne gestellt, gab der Gouverneur der Region, Mehmet Emin Bilmez, bekannt. Zu den betroffenen Gebieten zählen das Viertel Esenyamaç im Bezirk Baskale, das Viertel Han im Bezirk Çaldiran sowie die Siedlungen Tellikaya und Cemik im Bezirk Catak, fügte Bilmez hinzu. Die Quarantäne in diesen Wohngebieten dauert 14 Tage.

Quarantänezeit dauert 14 Tage an

Der Gouverneur stellte außerdem fest, dass es einigen irregulären Migranten trotz der ergriffenen Maßnahmen gelang, über die Grenze in die Türkei einzureisen. "Jeder irreguläre Migrant wird medizinisch untersucht und diejenigen mit Symptomen werden für die 14-tägige Quarantäne an Krankenhäuser überwiesen. Keine der Untersuchungen dieser irregulären Migranten hat bisher zu positiven Tests geführt", teilte Bilmez mit.

Am Wochenende wurde auch das Dorf Yukarikarahacili im Bezirk Cekerek in der zentralanatolischen Provinz Yozgat unter Quarantäne gestellt. Sicherheitseinheiten richten Kontrollpunkte ein und Personen dürfen das Dorf nicht betreten oder verlassen. Am 29. März stellte die nördliche Provinz Gümüshane auch das Dorf Yukari Kulaca im Bezirk Siran unter Quarantäne, während die nordöstliche Provinz Artvin die Quarantäne für das Dorf Camili im Bezirk Borcka ankündigte. Am 27. März bereits teilte die örtliche Gesundheitsbehörde mit, dass ein Bezirk und seine vier umliegenden Dörfer in der Schwarzmeerprovinz Rize unter Quarantäne gestellt wurden.

(ce)

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