DHA

Türkei: Stammzellentransplantation bei 3-Jährigem findet Mittwoch statt

20.5.2020 8:45 Uhr

Der kleine Kuzey Deniz Sengezer brauchte dringend einen Stammzellenspender, um überleben zu können. Die passenden Stammzellen wurden beim griechischen Teenager Andreas gefunden. Eine Transplantation musste wegen des Coronavirus verschoben werden. Doch endlich kann die Maßnahme durchgeführt werden, die das Leben des kleinen Jungen retten soll.

In Adana wird morgen um 06:00 Uhr Ortszeit die Transplantation von Stammzellen des griechischen Spenders Andreas für den 3-jährigen Kuzey Deniz Sengezer, der an Leukämie leidet, über die Bühne gehen. Prof. Dr. Bülent Antmen, der behandelnde Arzt des kleinen Jungen, sagte, dass sie planen, die Transplantation am Mittag abzuschließen.


14 bis 21 Tage Wartezeit

Im letzten Jahr wurde im Rahmen einer Untersuchung festgestellt, dass der Kuzey Deniz Sengezer an akuter lymphoblastischer Leukämie litt. Die Eltern erfuhren, dass das einzige Mittel gegen die Krankheit ihres Sohnes Kuzey, der eine Chemotherapie erhalten hatte, die Stammzellentransplantation sei. Andreas, der auf der griechischen Insel Kreta in der Stadt Chania lebt, war der perfekte Spender. Sein Knochenmark war 90 Prozent mit dem des kleinen Jungen identisch. Die Aussetzung der Flugverbindungen wegen des Coronavirus und Covid-19 sorgte jedoch für eine Terminverschiebung der lebensrettenden OP. Schließlich wurde das Spendermaterial über die Landverbindung nach Istanbul gebracht. Dort wurden die Stammzellen 14 Tage unter Quarantäne gestellt, die jetzt verstrichen sind. Darum konnte nun der Weitertransport nach Adana erfolgen.


Prof. Dr. Bülent Antmen sagte, dass die Stammzellen, die der griechische Teenager Andreas spendete, am Mittwoch, dem 20. Mai, um 06:00 Uhr Ortszeit transplantiert werden sollen. Man hat den kleinen Kuzey Deniz bereits vorbereitet. Es sei damit zu rechnen, dass der Eingriff gegen Mittag beendet wird. Danach beginnt die Wartezeit von 14 bis 21 Tagen, ob der kleine Körper das Spendermaterial annimmt oder ob es zu Abstoßreaktionen kommt. Mitte Juni, so hoffen die Ärzte, wird es dann erfreuliche Nachrichten geben.

(ce)

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